Die Geschichte des RT-EE im Überblick

  • 2016

    Wissenstransfer und gemeinsames Arbeiten

    Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie e. V., Bund der Ener­gie­ver­brau­cher e. V., Bun­des­ver­band Wind­ener­gie e. V., FvP e. V. und der Solar­ener­gie-För­der­ver­ein Deutsch­land e. V. erpro­ben die Zusam­men­ar­beit an aus­ge­such­ten Themenfeldern.

  • 2016-04

    Gemeinsame Stellungnahme „EEG-Umlage subventioniert Export von Kohlestrom!”

    Der Bun­des­ver­band Wind­ener­gie mit sei­nem Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz / Saar­land und dem Regio­nal­ver­band Ober­bay­ern, dem Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie, Bür­ger­wer­ke, EUROSOLAR, FvP e. V. und dem Gemein­wohl-Öko­no­mie Bei­rat ver­öf­fent­li­chen eine gemein­sa­me Stellungnahme.

  • 2016-10

    Gemeinsame Stellungnahme zum „Impuls-Papier Strom 2030“ des BMWI

    Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie, Deut­sche Gesell­schaft für Son­nen­en­er­gie, FvP, Lan­des­ver­band Erneu­er­ba­re Ener­gie Sach­sen-Anhalt, Son­nen­kraft Frei­sing, E‑W-Nord und Metro­pol­So­lar eini­gen sich auf eine vier­sei­ti­ge Stellungnahme.

  • 2017-06

    „Wahlprüfsteine” für die Bundestagswahl

    Die Grup­pe for­mu­lier­te in einem Brief an alle kan­di­die­ren­den Par­tei­en sie­ben Haupt­the­men mit 25 Fra­gen. Alle Par­tei­en haben dar­auf unter­schied­lich aus­führ­lich geantwortet.

  • 2017-09

  • 2018-12

  • 2019-08

    Positionspapier gegen LNG-Terminals, unterzeichnet von 150 Organisationen

    Auf Anre­gung des Bünd­nis­ses Bür­ger­en­er­gie unter­zeich­nen 150 Orga­ni­sa­tio­nen ein Schrei­ben an ver­schie­de­ne Regie­rungs­stel­len. Es beinhal­tet den Auf­ruf, nicht in eine Infra­struk­tur für den Ver­trieb von flüs­si­gem Erd­gas zu investieren.

  • 2019-12

    Adventskalender zur Energiewende

    Mit den Attri­bu­ten “oko­no­misch — öko­lo­gisch — sozi­al” wird noch ein­mal auf die zahl­rei­chen Mög­lich­kei­ten der Erneu­er­ba­ren Ener­gie­er­zeu­gung hingewiesen.

  • 2020

    Erweiterung der Gruppe monatlich

    Ener­gie­Watch­Group, Ger­man­Ze­ro, Par­ents for Future, Sci­en­tists for Future, Kli­ma­bünd­nis Dürk­heim sto­ßen hinzu

  • 2020-05

    Einigung auf “100% EE bis spätestens 2030”

    In einer Video­kon­fe­renz am 8.5.2020 stel­len alle betei­lig­ten Orga­ni­sa­tio­nen fest, dass sie gemein­sam für eine hun­dert­pro­zen­ti­ge Ener­gie­er­zeu­gung aus erneu­er­ba­ren Quel­len bis 2030 kämp­fen. Nur so kann das Kli­ma­ziel von Paris 2015 erreicht werden.

  • 2020-10

Die Chronik des RT-EE im Detail

Vorgeschichte 

Der Gedan­ke einer gemein­schaft­li­chen Arbeits­wei­se ent­stand im ers­ten Quar­tal 2016. Mit von der Par­tie waren Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie e. V., der Bund der Ener­gie­ver­brau­cher e. V., der Bun­des­ver­band Wind­ener­gie e. V., FvP e. V. und der Solar­ener­gie-För­der­ver­ein Deutsch­land e. V. Der lei­ten­de Gedan­ke war und ist: „Was einer allein nicht schafft, das schaf­fen vie­le GEMEINSAM!“ 

In der Fol­ge bil­de­te sich im Rat des Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie e. V. der Arbeits­kreis „Poli­ti­sche Impul­se“. Er wirk­te als trei­ben­de Kraft für gemein­sa­mes ener­gie- und wirt­schafts­po­li­ti­sches Han­deln der diver­sen EE-Ver­ei­ni­gun­gen.  Dies gelang auch des­halb gut, weil das Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie e. V. sei­ner gan­zen Aus­rich­tung nach in der „Bür­ger­en­er­gie“ die maß­ge­ben­de und antrei­ben­de Kraft der Ener­gie­wen­de sieht: „Ener­gie in Bür­ger­hand“! 

Erste Initiativen 

Die ers­te „Tuch­füh­lung“ mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen zu einer gemein­sa­men Akti­on fand im April 2016 statt. Die­se Öffent­lich­keits­ak­ti­on vom 25. April 2016 titel­te „EEG-Umla­ge sub­ven­tio­niert Export von Koh­le­strom!“. Sie wur­de gemein­sam getra­gen von Bun­des­ver­band Wind­ener­gie mit sei­nem Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz / Saar­land und dem Regio­nal­ver­band Ober­bay­ern, dem Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie, Bür­ger­wer­ke, EUROSOLAR, FvP e. V. und dem Gemein­wohl-Öko­no­mie Bei­rat der BEG-58.  

Es ging mun­ter wei­ter mit gemein­sa­men Aktio­nen. So hat­te das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ein „Impuls-Papier Strom 2030“ ver­öf­fent­licht, das Gele­gen­heit zur Dis­kus­si­on der in Vor­be­rei­tung befind­li­chen EEG-Novel­le 2017 geben soll­te. Bünd­nis Bür­ger­en­er­gie, Deut­sche Gesell­schaft für Son­nen­en­er­gie, FvP e. V., Lan­des­ver­band Erneu­er­ba­re Ener­gie Sach­sen-Anhalt, Son­nen­kraft Frei­sing, E‑W-Nord und Metro­pol­So­lar einig­ten sich am 11. Novem­ber 2016 auf eine fünf­sei­ti­ge Stel­lung­nah­me, in der die vor­ge­se­he­nen Ver­schlech­te­run­gen für die Ener­gie­wen­de her­aus­ge­ar­bei­tet wur­den. Zusätz­lich unter­zeich­net wur­de das Papier von wei­te­ren 18 Ver­ei­ni­gun­gen, Solar­ver­ei­nen und Bür­ger­initia­ti­ven gegen Fracking und Gas­boh­ren.  

Letz­te­re hat­ten sich in der Ver­gan­gen­heit aus­schließ­lich mit den durch den Bohr­loch­berg­bau ver­ur­sach­ten Umwelt­schä­di­gun­gen beschäf­tigt. Nun erkann­ten sie die über­ge­ord­ne­te Bedeu­tung der Kli­ma­er­wär­mung und unter­stüt­zen seit­dem die bür­ger­na­he Ener­gie­wen­de gern. 

Übergang zum Runden Tisch der Klimaschutz- und EE-Vereinigungen (RT-EE) 

Die Akteu­re1 des gemein­sa­men Arbei­tens im Vor­feld des EEG 2017 woll­ten von vorn­her­ein eine lose, nicht insti­tu­tio­na­li­sier­te Zusam­men­ar­beit auf- und aus­bau­en. Denn so wie die Erneu­er­ba­ren Ener­gien ihrem gan­zen Wesen nach dezen­tral sind, so sind es auch ihre Akteu­re. Jede Grup­pe, jede Orga­ni­sa­ti­on, jede Fir­ma ist indi­vi­du­ell, hat spe­zi­el­le Akzen­te, die ihr wich­tig sind und die sie nicht nivel­liert haben möch­te. Das ist auch gut so, und soll so blei­ben. 

Die Akteu­re nah­men aller­dings durch ihre ver­stärk­te gemein­sa­me Arbeits­wei­se zum EEG 2017 sehr wohl wahr, dass sie vie­le ähn­li­che bis nahe­zu deckungs­glei­che Vor­stel­lun­gen und Ansich­ten zur Ener­gie­wen­de dis­ku­tier­ten; qua­si ein Fun­da­ment, auf dem alle die Ener­gie­wen­de in Bür­ger­hand auf­bau­en kön­nen. Und exakt die­se sich her­aus­bil­den­de Ver­bun­den­heit woll­ten die Akteu­re inten­si­ver aus­bau­en und nach­hal­tig pfle­gen. Sie sind davon über­zeugt, dass ein Mehr an gemein­sa­mem Aus­tausch und ein Mehr an gemein­sam abge­stimm­ten Aktio­nen sowohl der Ener­gie­wen­de ins­ge­samt nutzt als auch ihren indi­vi­du­el­len Akteu­ren.  

Gründung des Runden Tisches 

Das ers­te per­sön­li­che Tref­fen der Akteu­re des neu zu grün­den­den RT-EE fand am 13. Janu­ar 2017 auf Ein­la­dung von EUROSOLAR e. V. in den Räu­men der Geschäfts­stel­le in Bonn statt. Dis­kus­si­ons­grund­la­gen waren z. B. die The­men „EEG-Ände­run­gen“ und „Wahl­prüf­stei­ne im Super­wahl­jahr 2017“. 

Eine nächs­te Gemein­schafts­ak­ti­on war ein Schrei­ben an die dama­li­ge Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Zypries (SPD) vom 13. Febru­ar 2017. Die ein­zi­ge (win­zi­ge) Ver­bes­se­rung, die das EEG 2017 ent­hielt, war eine Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung, die es ermög­lich­te, die Belas­tung des Mie­ter­stroms von 100% der EEG-Umla­ge auf 40% zu redu­zie­ren. Wir wie­sen die Minis­te­rin hier­auf hin und for­der­ten sie auf, die Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung zeit­nah umzu­set­zen. Das Schrei­ben wur­de durch das BBEn ver­sen­det. Unter­stüt­zen­de die­ser Gemein­schafts­ak­ti­on waren Deut­sche Gesell­schaft für Son­nen­en­er­gie, EUROSOLAR, FvP e. V., Lan­des­ver­band Erneu­er­ba­re Ener­gie Sach­sen-Anhalt, Metro­pol­So­lar, Solar­ener­gie-För­der­ver­ein Deutsch­land, E‑W-Nord und Solar­ver­ein Gol­de­ne Mei­le. 

Unter ihnen (aller­dings ohne EUROSOLAR und LEE Sach­sen-Anhalt) bil­de­te sich ganz natur­wüch­sig und ohne for­mel­len Beschluss ein zuneh­men­der Aus­tausch und eine zuneh­men­de Zusam­men­ar­beit her­aus, für die sich irgend­wann die Bezeich­nung „Run­der Tisch Erneu­er­ba­re Ener­gien“ (RT-EE) ein­stell­te. 

Durch Umset­zung der erwähn­ten Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung wäre mit mini­ma­lem legis­la­ti­vem Auf­wand die pre­kä­re finan­zi­el­le Situa­ti­on des Mie­ter­stroms ver­bes­sert wor­den. Wie sich her­aus­stell­te, war das vom Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um aber nicht gewollt. Staats­se­kre­tär Rai­ner Baa­ke (Grü­nes Par­tei­buch) nahm sich der Sache an und sorg­te dafür, dass statt Absen­kung der EEG-Umla­ge ein 30 Sei­ten star­kes Geset­zes­mons­trum ent­stand, das durch unzu­rei­chen­de För­de­rung und ver­klau­su­lier­te Bestim­mun­gen die Lage des Mie­ter­stroms noch ver­schlech­ter­te. 

Bundestagswahl 2017 

Die Exper­ten in der um den Bund der Ener­gie­ver­brau­cher, die Bür­ger­wer­ke eG, die Hei­del­ber­ger Ener­gie­Ge­nos­sen­schaft sowie die Ener­gie­li­ga und Bui­rer für Buir erwei­ter­ten Run­de konn­ten dies exakt her­aus­ar­bei­ten und in einer Stel­lung­nah­me vom 17. März 2017 öffent­lich dar­le­gen. 

 

Für die Bun­des­tags­wahl 2017 wur­den in einem län­ge­ren Pro­zess Wahl­prüf­stei­ne gemein­sam erar­bei­tet und im Juni 2017 an Poli­ti­ker ver­sen­det. Die erhal­te­nen Rück­mel­dun­gen wur­den in einer Syn­op­se zusammengestellt. 

Vor der Bun­des­tags­wahl 2017 waren wir auch aktiv mit einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung vom 14. August 2017; die­se wur­de vom Solar­ener­gie-För­der­ver­ein Deutsch­land e.V.; FvP und E‑W-Nord gezeich­net, an das Kanz­ler­amt, die Frak­ti­ons-Vor­sit­zen­den ver­sandt und an die Medi­en zur Ver­öf­fent­li­chung her­an­ge­tra­gen. 

In Mar­tin Schulz setz­ten auch wir Hoff­nun­gen und bemüh­ten uns, ihn für Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de zu sen­si­bi­li­sie­ren – nicht ohne an sei­nen Par­tei­ge­nos­sen Her­mann Scheer zu erin­nern. Das Schrei­ben wur­de am 22. August 2017 von Wolf von Fabeck abge­sen­det und von 27 Orga­ni­sa­tio­nen unter­zeich­net. 

Sehr ent­täuscht über das Ver­hal­ten der gro­ßen Koali­ti­on erstell­ten wir das gemein­sa­me Schrei­ben „Die Gro­ße Koali­ti­on bricht das Kli­ma­ver­spre­chen“ vom 9. Sep­tem­ber 2017. Obwohl es hier­zu kei­ne Rück­mel­dung gabblie­ben wir an der SPD dran und ver­such­ten es mit den Jusos. Vor­sit­zen­der Kevin Küh­nert war für uns nicht erreich­bar, aber Stell­ver­tre­ter Hr. Die­ren kam für einen ange­neh­men Mei­nungs­aus­tausch zum RT-Treff an die TH in Köln-Deutz. Wir luden ihn ein, auf dem nächs­ten BBEn-Kon­vent zu spre­chen. Nach ein paar Mail­wech­seln ver­lief der Kon­takt im Sand. 

Eine wei­te­re auf die Bun­des­tags­wahl 2017 aus­ge­rich­te­te Gemein­schafts­ak­ti­on der EE-Ver­ei­ni­gun­gen war ein Advents­ka­len­der. Die­ser bot in der Zeit vom 1. bis 24. Sep­tem­ber 2017 Tag für Tag Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten für die Ener­gie- und Wirt­schafts­po­li­tik an. Gro­ßer Dank gebührt dem Solar­ener­gie­för­der­ver­ein Deutsch­land e.V. für die freund­li­cher­wei­se bereit­ge­stell­ten Kari­ka­tu­ren von Ger­hard Mes­ter. 

Zu den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen 2017 erstell­te und ver­brei­te­te der EE-RT die gemein­sa­me Reso­lu­ti­on vom 24. Okto­ber 2017 „Taten statt War­ten: Ener­gie­wen­de durch Aus­stieg aus der Koh­le und sola­re Trans­for­ma­ti­on“. Am 27. Novem­ber 2017 wand­ten sich 31 Unter­zeich­ner mit ähn­li­cher The­ma­tik an Bun­des­prä­si­dent Stein­mei­er. 

Die Jahre 2018 und 2019 

In 2018 und 2019 fan­den regel­mä­ßi­ge Tref­fen der Teil­neh­men­den des RT-EE in der TH Köln Deutz statt. In 2018 ana­ly­sier­ten die Teil­neh­men­den am RT-EE die Aus­wir­kun­gen des EEG 2017. Unter ande­rem wur­den die Aus­schrei­bun­gen für Wind­kraft­pro­jek­te und gro­ße PV-Frei­flä­chen­an­la­gen, Decke­lun­gen für den EE-Aus­bau, EEG-Umla­ge auf selbst erzeug­ten und ver­brauch­ten Strom sowie das gegen eine Aus­wei­tung des Mie­ter­stroms wir­ken­de Mie­ter­strom­ge­setz kri­ti­siert. Die­se vie­len neu­en Hin­der­nis­se, die die gro­ße Koali­ti­on der wei­te­ren Ent­fal­tung der wach­sen­den Bür­ger­en­er­gie ent­ge­gen­setz­te, galt es gemein­sam zu bewerten.
Der Wis­sens­trans­fer stand nun im Vor­der­grund. So fand erst wie­der eine öffent­li­che gemein­sa­me Akti­on mit dem 
EE-Advents­ka­len­der 2018 statt, der   — koor­di­niert wie 2017 - ins­be­son­de­re in die digi­ta­len Medi­en hin­ein wirk­te. 

In 2019 war das Posi­ti­ons­pa­pier „LNG stop­pen! Öffent­li­che Gel­der bes­ser für Erneu­er­ba­re und Spei­cher­aus­bau!“ außer­or­dent­lich erfolg­reich. Es wur­de — zählt man die Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen der betei­lig­ten Netz­wer­ke mit– von min­des­tens 150 Orga­ni­sa­tio­nen unter­zeich­net. Die Unter­zeich­ner wol­len, dass das bis­her nahe­zu unbe­merk­te Trei­ben tra­di­tio­nel­ler Kräf­te, die Koh­le durch Erd­gas zu erset­zen, gestoppt  wird. 

 Zu den Unter­zeich­nern hiel­ten wir durch Rund­mails, in denen wir über die Aus­wir­kun­gen der Akti­on berich­te­ten und spä­ter auch auf wei­te­re The­men ein­gin­gen, Kon­takt. Vie­le von ihnen haben auch den aktu­el­len Brief an die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten unter­zeich­net.  

In 2019 wur­de außer­dem eine neue gemein­sa­me Akti­on der EE-Ver­ei­ni­gun­gen mit dem drit­ten gemein­sa­men EE-Advents­ka­len­der durchgeführt.
Er wur­de über die digi­ta­len Medi­en ver­brei­tet. Koor­di­na­ti­on und Ver­öf­fent­li­chung erfolg­ten wie in den Vor­jah­ren. 

Das Jahr 2020 

 In 2020 wur­den die Tref­fen des RT wegen der Coro­na-Pan­de­mie als Zoom-Kon­fe­ren­zen durch­ge­führt. Wei­te­re Gäs­te und auch wei­te­re fes­te Mit­glie­der kamen hin­zu.
Im Mai 2020 posi­tio­nier­ten sich die Teil­neh­men­den am RT-EE ein­stim­mig auf den Leit­satz „100% EE bis spä­tes­tens 2030“. Mitt­ler­wei­le ist er Ansporn für die Ener­gie­wen­de-Bewe­gung in Deutsch­land gewor­den. Seit­dem wächst der RT-EE wei­ter. Die Dis­kus­sio­nen zu die­sem The­ma neh­men an Fahrt auf.  

In kür­zes­ter Zeit unter­stütz­ten fast 100 Orga­ni­sa­tio­nen den Offe­nen Brief an die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten zur EEG-Novel­lie­rung 2021 und damit die dort zen­tra­le Ziel­set­zung „100% EE bis spä­tes­tens 2030“. Dies ist bemer­kens­wert und zeigt, wie ver­brei­tet ein star­ker Wil­le ist, den Umstieg auf die EE auf ein völ­lig ande­res Tem­po als bis­her im Main­stream ange­dacht, zu beschleu­ni­gen. 

Zwischenfazit 

Die Reich­wei­te des RT ist erheb­lich gestie­gen. Ent­schei­dend für die wei­te­re Dyna­mik wird sein, dass der ein­stim­mig ver­ab­schie­de­te Leit­satz „100% EE bis spä­tes­tens 2030“ nicht zu einer „Bekennt­nis-For­mel“ erstarrt.  

Motivation 

Die am RT-EE teil­neh­men­den EE-Ver­ei­ni­gun­gen wol­len daher ihren Leit­satz „100% EE bis spä­tes­tens 2030“ vali­de aus­fül­len und die Umset­zung dezen­tra­ler Pro­jek­te anre­gen, die in der Pra­xis zei­gen, dass 100% EE in jeder Minu­te des Jah­res ent­spre­chend dem Bedarf bereit­ge­stellt wer­den kön­nen, die völ­li­ge Unab­hän­gig­keit von fos­sil-ato­ma­rer Ener­gie also mög­lich ist.