Sieg für die Nordsee: Bundesrat legt Veto gegen Gasbohrungen vor Borkum ein!

Ein Grund zum Auf­at­men für alle, die unse­re Nord­see lie­ben! Der Bun­des­rat hat einem umstrit­te­nen Gas­för­der­pro­jekt einen ent­schei­den­den Rie­gel vor­ge­scho­ben. Aber weißt du eigent­lich, wel­cher Gift­cock­tail dadurch nicht in unse­ren Wel­len lan­det? Fin­de her­aus, war­um die­se Ent­schei­dung ein so wich­ti­ger Sieg für die Umwelt ist und was dahintersteckt.

Gute Nach­rich­ten für unse­re Küs­ten und das emp­find­li­che Öko­sys­tem Wat­ten­meer! Am 19. Dezem­ber 2025 hat der Bun­des­rat Rück­grat bewie­sen und sich gegen die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung gestellt. Die geplan­te neue Gas­för­de­rung nahe der Insel Bor­kum wur­de abge­lehnt. Dies ist ein enorm wich­ti­ger Schritt zum Schutz unse­rer bereits stark belas­te­ten Nordsee.

Worum ging es genau?

Die Bun­des­re­gie­rung, befür­wor­tet von Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Rei­che, woll­te gemein­sam mit den Nie­der­lan­den neue Gas­boh­run­gen in einem grenz­über­schrei­ten­den Feld geneh­mi­gen. Was auf den ers­ten Blick wie eine Maß­nah­me zur Ener­gie­si­che­rung klingt, hät­te eine mas­si­ve zusätz­li­che Belas­tung für die Mee­res­um­welt bedeu­tet. Denn bei der För­de­rung von Gas und Öl fällt ein hoch­pro­ble­ma­ti­sches Abfall­pro­dukt an, das bis­her mit erschre­cken­der Selbst­ver­ständ­lich­keit ent­sorgt wird.

Ein giftiger Cocktail namens Lagerstättenwasser

Bei jeder Boh­rung kommt nicht nur der Ener­gie­trä­ger an die Ober­flä­che, son­dern auch soge­nann­tes Lager­stät­ten­was­ser. Und das hat es in sich. Die­se Brü­he ist ein hoch­kon­zen­trier­ter Mix aus umwelt­schäd­li­chen und teils hoch­gif­ti­gen Stof­fen: Schwer­me­tal­le wie Queck­sil­ber, Blei und Cad­mi­um, lang­le­bi­ge Radio­nu­kli­de (z. B. Radi­um-226), das krebs­er­re­gen­de Ben­zol und extrem hohe Salz­kon­zen­tra­tio­nen. Die seit Jahr­zehn­ten gän­gi­ge und scho­ckie­ren­de Pra­xis der Ener­gie­kon­zer­ne: Sie lei­ten die­ses Gift ein­fach direkt ins Meer. 🌊 Die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung hät­ten die­se Pra­xis vor Bor­kum zementiert.

Ein Hoffnungsschimmer und die Forderung nach der Energiewende

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ra­tes ist daher mehr als nur eine büro­kra­ti­sche Hür­de. Es ist ein kla­res Signal für den Umwelt­schutz und gegen die kurz­sich­ti­gen Inter­es­sen der fos­si­len Indus­trie. Wie der Exper­te Bernd Ebe­l­ing, Diplom­in­ge­nieur für Was­ser­wirt­schaft, in sei­nem Offe­nen Brief ein­drück­lich dar­legt, ist die Ver­schmut­zung der Nord­see durch die Indus­trie ein seit Lan­gem bekann­tes Pro­blem. Ebe­l­ing macht seit Jah­ren auf die­se Umwelt­schä­den auf­merk­sam und zeigt auf, dass die ein­zig nach­hal­ti­ge Lösung im kon­se­quen­ten Umstieg auf 100 % erneu­er­ba­re Ener­gien liegt.

Die­ser Sieg vor Bor­kum ist ein wich­ti­ger Schritt. Er zeigt, dass Wider­stand wirkt und unse­re Natur eine star­ke Stim­me braucht. Blei­ben wir dran! 💪