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Studien zu den Möglichkeiten, bis 2030 zu 100% Erneuerbaren Energien zu kommen

In die­sem Arti­kel möch­ten wir Sie mit Stu­di­en bekannt machen, die die Mög­lich­keit unter­su­chen, so früh­zei­tig wie mög­lich zu einer 100%igen Ver­sor­gung mit erneu­er­ba­ren Ener­gien zu kom­men. Sie haben nicht alle das Jahr 2030 zum Ziel. Wenn sich die Poli­ti­ker aber auf die Erkennt­nis­se und Emp­feh­lun­gen in die­sen Stu­di­en ver­stän­di­gen könn­ten, dann wäre schon viel auf dem Weg bis 2030 gewonnen.

Saubere Revolution 2030

2014 erschien von Tony Seba in den USA das Buch „Clean Dis­rup­ti­on of Ener­gy and Trans­por­ta­ti­on“. Dar­in beschreibt er in 10 Kapi­teln, „wie das Sili­con Val­ley mit dis­rup­ti­ven Tech­no­lo­gien und Geschäfts­mo­del­len Koh­le, Uran, Erd­öl, Erd­gas tra­di­tio­nel­le Ener­gie­ver­sor­ger und kon­ven­tio­nel­le Autos ver­drängt.“ Er sagt vor­her, dass der Umbruch bis 2030 im Wesent­li­chen pas­siert sein wird.

Die Über­set­zung des Buchs hat rund 250 Sei­ten, wur­de 2017 von Metro­pol­So­lar unter dem Titel „Sau­be­re Revo­lu­ti­on 2030“ ver­öf­fent­licht und ist bei Metro­pol­So­lar auch zu bezie­hen. Die „Sau­be­re Revo­lu­ti­on 2030“ gibt eine Ori­en­tie­rung für alle, die wis­sen wol­len, wie denn der Umbau unse­res Ener­gie- und Ver­kehrs­sys­tems in so kur­zer Zeit funk­tio­nie­ren soll. Tony Seba nimmt die Lese­rin mit hin­ein in die Geschich­te der Dis­rup­tio­nen, z, B. wie die Digi­tal­ka­me­ra den Foto­ap­pa­rat mit dem Zel­lu­loid­stei­fen abge­löst hat und erklärt, war­um der Durch­bruch der erneu­er­ba­ren Ener­gien ähn­lich gründ­lich und schnell pas­sie­ren wird. „Wer ver­ste­hen will, wie Solar­ener­gie, auto­nom fah­ren­de Elek­tro­au­tos und ande­re expo­ne­ti­ell wach­sen­de Tech­no­lo­gien in ein Zeit­al­ter sau­be­rer, dezen­tra­ler und par­ti­zi­pa­ti­ver Ener­gie und Mobi­li­tät füh­ren, muss die­ses Buch lesen.“

SolarStrategie

Metro­pol­So­lar hat im Febru­ar 2020 außer­dem eine Kurz-Stu­die mit dem Titel „Solar­Stra­te­gie“ ver­öf­fent­licht, die zeigt, war­um in der Nut­zung des Solar­po­ten­ti­als der Schlüs­sel zur Ener­gie­au­to­no­mie liegt und dar­in wie­der­um der wich­tigs­te Hebel für eine schnel­le Ener­gie­wen­de über­haupt. Denn es sind die Flä­chen dafür vor­han­den, die Prei­se für die Modu­le sin­ken stän­dig, und die Men­schen kön­nen ihre Ener­gie­ver­sor­gung zum aller­größ­ten Teil selbst in die Hand neh­men. Der Haupt­teil der Ver­öf­fent­li­chung ist nur vier Sei­ten lang. Es lohnt sich auch die umfang­rei­chen Fuß­no­ten gründ­lich zu lesen — eine Fund­gru­be mit dicht gepack­ten Infor­ma­tio­nen. Die Stu­die kann bei Metro­pol­So­lar bezo­gen werden.

Die Kombikraftwerksvergütung

Im April 2020 brach­ten Hans-Josef Fell und Thu­re Tra­ber von der Ener­gy­Watch­Group „Eck­punk­te für eine Geset­zes­in­itia­ti­ve zur Sys­tem­in­te­gra­ti­on Erneu­er­ba­rer Ener­gien“ her­aus. In ihrem Kern beinhal­ten die Eck­punk­te einen „Geset­zes­vor­schlag für die Ein­füh­rung einer soge­nann­ten Kom­bi­kraft­werks­ver­gü­tung“. Sie zei­gen, wie eine sys­tem­dienli­che Voll­ver­sor­gung mit 100% Erneu­er­ba­ren Ener­gien für die Net­ze heu­te schon mög­lich ist. Das Schreck­ge­spenst der „Dun­kel­flau­te“ kommt dar­in nicht vor.

Studie des DIW und der TU Berlin

Die Stu­die vom Mai 2021 heißt 100% erneu­er­ba­re Ener­gie für Deutsch­land unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung von Dezen­tra­li­tät und räum­li­cher Ver­brauchs­nä­he – Poten­zia­le, Sze­na­ri­en und Aus­wir­kun­gen auf Netz­in­fra­struk­tu­ren. Sie zeigt auf 60 Sei­ten, wie 100% erneu­er­ba­re Ener­gie in Det­sch­land auch ohne einen auf­wän­di­gen und teu­ren Netz­aus­bau erreicht wer­den kann. In einem Video wird die Stu­die von den Autoren vor­ge­stellt und verteidigt.