Klimaneutrale Schulen 2035: Solare Bildung an Schulen
Wie können Schulen zu Schlüsseln der (Bürger-)Energiewende werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der bundesweite Kongress „Klimaneutrale Schulen 2035“, der am 30. Juni 2026 an der Akademie Stapelfeld im Landkreis Cloppenburg stattfindet.
Der Kongress nimmt damit auch das Konzept der Klimaschulen in den Blick: Schulen, die Klimaschutz nicht nur lehren, sondern im Schulalltag, in Projekten und in regionalen Netzwerken praktisch umsetzen.
Ziel des Kongresses ist es, Schulen in ganz Deutschland bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Dafür braucht es nicht nur technische Lösungen, sondern auch engagierte Schulgemeinschaften, neue Lernformate, kommunale Unterstützung und starke regionale Netzwerke. Der Kongress bringt Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Politik, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen und zeigt konkrete Wege für die Umsetzung auf.
Zu den Keynote-Speakern gehören der Energieforscher Prof. Dr. Eicke R. Weber, die Bildungsexpertin Margret Rasfeld sowie Dr. Christoph Stein.

Klimaneutrale Schulen mit dem Workshop „Solare Bildung an Schulen“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den praxisorientierten Workshops. Einer davon ist der Workshop „Solare Bildung an Schulen – Praxisorientierte Energiewende-Bildung als Modell für Deutschland“ mit Katharina Blau (Solarcamp for Future) und Rainer Doemen (Redaktionsteam Runder Tisch Erneuerbare Energien).
Der Workshop greift auf Erfahrungen und Erkenntnisse mit dem Pilotprojekt „Solarcamp macht Schule als Projektwoche“ zurück, das im Landkreis Ahrweiler erfolgreich durchgeführt wurde. Schülerinnen und Schüler lernen dabei erneuerbare Energien nicht nur im Unterricht kennen, sondern setzen konkrete Projekte praktisch um – von Messungen und Experimenten mit Photovoltaik bis hin zur Planung und Umsetzung eigener Energiewende-Projekte.

Die Zusammenarbeit zwischen Rainer Doemen und dem Team von Solarcamp for Future ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch Vernetzung neue Lösungen entstehen können. Der Kontakt wurde über den Runden Tisch Erneuerbare Energien (RT-EE) hergestellt. Daraus entstand die gemeinsame Idee, die jeweiligen Stärken und Erfahrungen zusammenzuführen und Synergien zu heben.
Während Solarcamp for Future umfangreiche Erfahrungen in der Organisation von Solarcamps und praxisnaher Energiewende-Bildung einbringt, verfügt Rainer Doemen über ein gewachsenes Netzwerk zu Schulen, Kommunen, Handwerksbetrieben und weiteren regionalen Akteuren. Aus dieser Verbindung entstand das Modell „Solarcamp macht Schule“, das zeigt, wie Klimabildung, Berufsorientierung und Fachkräftegewinnung für die Energiewende erfolgreich miteinander verknüpft werden können.
Das Pilotprojekt im Kreis Ahrweiler hat gezeigt, wie junge Menschen durch praktische Erfahrungen Selbstwirksamkeit erleben und zugleich wichtige Zukunftskompetenzen erwerben. Genau solche Ansätze sollen auf dem Kongress vorgestellt, diskutiert und bundesweit weiterentwickelt werden.
Der Kongress versteht sich als Impulsgeber für eine deutschlandweite Bewegung. Denn die Energiewende ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch eine Bildungsaufgabe. Die Fachkräfte, die unsere Energieversorgung von morgen gestalten werden, sitzen heute in unseren Klassenzimmern.
Weitere Informationen zum Programm und zur Veranstaltung gibt es auf der Veranstaltungsseite im Niedersächsischen LernCenter (NLC).







