Runder Tisch - Erneuerbare Energien
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Schlagwortarchiv für: 100% erneuerbar

Beiträge

EEG-Novelle und Netzanschlusspaket: Kritik wächst – auch in SPD und Union

27. August 2026/in Allgemein, Politik und Gesetzgebung /von Juliane Putzing

Kritik an EEG-Novelle 2027 und Netzanschlusspaket: Umwelt- und Bürgerenergieverbände warnen – auch aus SPD und Union kommt Kritik. Die Kritik an der geplanten EEG-Novelle 2027 und am Netzanschlusspaket kommt nicht nur von Umwelt- und Bürgerenergieverbänden. Auch aus SPD und Union wird deutlicher Nachbesserungsbedarf angemeldet

EEG-Novelle 2027: Kritikpunkte aus der SPD

Dr. Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, kritisierte nach den Kabinettsbeschlüssen unter anderem den Redispatch-Vorbehalt, zusätzliche Vermarktungspflichten und Netzanschlusshemmnisse. In einer weiteren Stellungnahme vom 7. August widerspricht sie zudem grundsätzlich der Darstellung, erneuerbare Energien seien Ursache hoher Strompreise. „Die Erzählung vom teuren Strom wegen der Erneuerbaren ist Fakenews“, schreibt Scheer. Zugleich spricht sie sich dafür aus, den Ausbau der Stromnetze stärker öffentlich zu finanzieren, statt die Kosten über die Netzentgelte auf den Strompreis umzulegen.

Auch in der Union gibt es deutlichen Änderungsbedarf

Auch die KlimaUnion e.V. fordert Änderungen beim Redispatch-Vorbehalt sowie transparente und einheitliche Regeln für den Netzanschluss. Dass es innerhalb der Union zugleich eine breitere Debatte über den zukünftigen Kurs der Klimapolitik gibt, zeigt ein aktuelles Gespräch zwischen Dr. Wiebke Winter, stellvertretender Vorsitzender der KlimaUnion und Mitglied des CDU-Präsidiums, und der Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Auch Andreas Hein, energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, hatte bereits im Februar vor zusätzlichen finanziellen Belastungen für Anlagenbetreiber – etwa durch Baukostenzuschüsse oder einen zeitweiligen Verzicht auf Vergütung – gewarnt. Diese könnten Investitionen in erneuerbare Energien gefährden. Zugleich unterstrich er die Bedeutung von Bürgerwindparks, kommunaler Beteiligung und regionaler Wertschöpfung.

Bürgerenergie und Energy Sharing: Motor regionaler Wertschöpfung

Die Stellungnahmen setzen unterschiedliche Schwerpunkte, zeigen aber eine gemeinsame Sorge: Neue wirtschaftliche Risiken und zusätzliche Hürden könnten Investitionen in erneuerbare Energien erschweren. Für Bürgerenergie und Energy Sharing ist dies besonders relevant. Sie ermöglichen Bürgerinnen und Bürgern, selbst Teil der Energiewende zu werden, stärken regionale Wertschöpfung und tragen zur Akzeptanz vor Ort bei.

Vor diesem Hintergrund warnen das Bündnis Bürgerenergie (BBEn), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor den Folgen der geplanten Regelungen für Bürgerenergie und Energy Sharing.

→ Zur gemeinsamen Pressemitteilung von BBEn, DGS und SFV vom 28. Juli 2026

Quellen

  • SPD-Bundestagsfraktion: Dr. Nina Scheer, „Richtung stimmt noch nicht“, Statement vom 29. Juli 2026.
  • Dr. Nina Scheer: „Niedrigere Strompreise über beschleunigten Umstieg auf Erneuerbare und öffentliche Finanzierung von Stromnetzen erreichbar“, 7. August 2026.
  • KlimaUnion: Stellungnahme „Ausgestaltung des Netzanschlusspakets: Redispatch-Vorbehalt, Baukostenzuschüsse und Priorisierungskriterien für Netzanschlüsse“, veröffentlicht im Lobbyregister des Deutschen Bundestages am 30. Juli 2026.
  • Atmo Magazin: „CDU meets FFF – die Debatte“ – Gespräch zwischen Dr. Wiebke Winter und Luisa Neubauer.
  • Schleswig-Holsteinischer Landtag / CDU: Andreas Hein, „Schleswig-Holstein soll das Land der Energiewende bleiben – EEG verlässlich weiterentwickeln“, 27. Februar 2026.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2026/08/Bild-SFV-Petition-3.png 941 1672 Juliane Putzing https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Juliane Putzing2026-08-27 13:35:512026-08-27 13:35:53EEG-Novelle und Netzanschlusspaket: Kritik wächst – auch in SPD und Union

Zeit zum Handeln – Bildungskongress „Klimaneutrale Schulen“

10. Juli 2026/in Aktionen, Handlungsfelder /von Juliane Putzing

Katholische Akademie Stapelfeld, Cloppenburg | 30. Juni 2026

Der Bildungskongress „Klimaneutrale Schulen“ hat deutlich gemacht: Die Herausforderungen des Klimawandels, die Zukunftsfähigkeit unseres Bildungssystems und die Entwicklung demokratischer Handlungskompetenz gehören untrennbar zusammen. Klimaneutrale Schulen sind weit mehr als ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie können Orte sein, an denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen, Selbstwirksamkeit erfahren und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln.

Die Beiträge aus Wissenschaft, Bildungsforschung, kommunaler Praxis und Schule zeigten eindrucksvoll, dass die notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, pädagogischen Konzepte und technischen Möglichkeiten bereits vorhanden sind. Entscheidend ist nun, diese Erkenntnisse konsequent in die Breite zu tragen und den begonnenen Transformationsprozess gemeinsam weiterzuentwickeln.

Kliamneutrale Schulen

Klimaneutrale Schulen als Orte gelebter Verantwortung

Ein zentrales Leitmotiv des Kongresses formulierte Margret Rasfeld mit den Worten: „Man muss Schülerinnen und Schülern etwas zutrauen.“ Dieser Satz beschreibt den notwendigen Kulturwandel in unserem Bildungssystem. Junge Menschen dürfen nicht nur über Zukunftsthemen lernen – sie müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Schule und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.

Dabei beginnt Veränderung oft mit kleinen, konkreten Schritten. An vielen Schulen übernehmen Energie-Detektivinnen und -Detektive bereits Verantwortung für einen bewussten Umgang mit Energie. Sie zeigen, dass einfache Maßnahmen beim Heizen, Lüften und Ausschalten unnötiger Beleuchtung erhebliche Einsparungen ermöglichen. Die eingesparten Mittel schaffen finanzielle Spielräume für weitere nachhaltige Investitionen. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen, auch als Überdachungen gepflasterter oder asphaltierter Schulhofflächen. Das Beispiel aus Schaumburg hat eindrucksvoll gezeigt, dass auf diese Weise selbst finanzschwächere Kommunen neue Investitionsmöglichkeiten schaffen können. So wird sichtbar: Wer Schülerinnen und Schülern Verantwortung überträgt, stärkt ihre Selbstwirksamkeit und erzielt zugleich messbare Fortschritte auf dem Weg zur klimaneutralen Schule.

Die große Resonanz des Kongresses unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Themas. Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Wissenschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung kamen beim Kongress zusammen. Sie tauschten Erfahrungen aus, knüpften neue Netzwerke und entwickelten konkrete Handlungsmöglichkeiten. Der vielfach geäußerte Wunsch nach einer Fortsetzung des Austauschs und einer bundesweiten Vernetzung unterstreicht den Bedarf, die begonnenen Initiativen weiterzuführen.

Der Kongress versteht sich deshalb als Ausgangspunkt eines gemeinsamen Prozesses. Ziel ist es, eine neue, ganzheitlich orientierte Arbeits- und Lösungsweise zu etablieren. Bildung, Klimaschutz, Gesundheit, Demokratiebildung sowie kommunale und gesellschaftliche Entwicklung sollen dabei als gemeinsame Zukunftsaufgabe verstanden werden.

Schulen brauchen politische Priorität

Als Fazit des Bildungskongresses ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag an Politik, Verwaltung und Gesellschaft:

Die Entwicklung klimaneutraler Schulen muss auf sämtlichen staatlichen Ebenen – Bund, Länder, Kreise, Städte und Gemeinden – sowie in allen demokratisch legitimierten Parteien und Wählervereinigungen zu einer politischen Priorität werden. Die erforderlichen Konzepte liegen vor, erfolgreiche Praxisbeispiele existieren, engagierte Schulen und Kommunen weisen den Weg. Was jetzt gebraucht wird, sind politische Entschlossenheit, verlässliche Rahmenbedingungen und der Wille, erfolgreiche Ansätze flächendeckend zu ermöglichen.

Klimaneutrale Schulen sind kein Zusatzprogramm. Sie verbinden Bildung, Klimaschutz, Gesundheit, Demokratiebildung und regionale Entwicklung zu einer gemeinsamen Zukunftsstrategie. Sie stärken junge Menschen darin, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen zu bewältigen und gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.

Aus den Erkenntnissen und Erfahrungen des Kongresses entsteht ein gemeinsamer Appell an alle Verantwortlichen. Sie sollen die politischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für klimaneutrale Schulen schaffen.

Die Transformation unseres Bildungssystems gelingt nur durch gemeinsame Anstrengungen. Dafür müssen Bund, Länder, Kreise, Städte, Gemeinden, Politik, Verwaltung, Schulträger, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Schulen eng zusammenarbeiten.

„Man muss Schülerinnen und Schülern etwas zutrauen.“ Dieser Satz von Margret Rasfeld bringt die zentrale Botschaft des Kongresses auf den Punkt. Ob als Energie-Detektivinnen und -Detektive, in Klima-AGs, Schülergenossenschaften oder im FREI DAY – überall dort, wo jungen Menschen Verantwortung übertragen wird, entstehen Selbstwirksamkeit, Innovationskraft und konkrete Lösungen. Darin liegt die Chance klimaneutraler Schulen – und zugleich ein Auftrag an Politik und Gesellschaft, die notwendigen Freiräume und Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Die Zeit des Erkenntnisgewinns ist weit fortgeschritten – jetzt ist die Zeit zum Handeln.

Den ausführlichen Kongressbericht mit den Vorträgen, Workshops und Ergebnissen finden Sie hier.

Drei zentrale Vorträge des Bildungskongresses stehen als Videoaufzeichnungen zur Verfügung:

Prof. Dr. Eicke R. Weber
Solarforscher
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 45 Minuten

Margret Rasfeld
Mitbegründerin und Geschäftsführerin von Schule im Aufbruch
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 45 Minuten

Dr. Christoph Stein
Gründer der Initiative „Klimaneutrale Schulen“
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 30 Minuten

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2026/07/ChatGPT-Image-10.-Juli-2026-16_21_47.png 941 1672 Juliane Putzing https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Juliane Putzing2026-07-10 16:43:382026-07-12 12:05:25Zeit zum Handeln – Bildungskongress „Klimaneutrale Schulen“

Klimaneutrale Schulen 2035: Solare Bildung an Schulen

23. Juni 2026/in Aktionen, Handlungsfelder /von Juliane Putzing

Wie können Schulen zu Schlüsseln der (Bürger-)Energiewende werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der bundesweite Kongress „Klimaneutrale Schulen 2035“, der am 30. Juni 2026 an der Akademie Stapelfeld im Landkreis Cloppenburg stattfindet.

Der Kongress nimmt damit auch das Konzept der Klimaschulen in den Blick: Schulen, die Klimaschutz nicht nur lehren, sondern im Schulalltag, in Projekten und in regionalen Netzwerken praktisch umsetzen.

Ziel des Kongresses ist es, Schulen in ganz Deutschland bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Dafür braucht es nicht nur technische Lösungen, sondern auch engagierte Schulgemeinschaften, neue Lernformate, kommunale Unterstützung und starke regionale Netzwerke. Der Kongress bringt Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Politik, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen und zeigt konkrete Wege für die Umsetzung auf.

Zu den Keynote-Speakern gehören der Energieforscher Prof. Dr. Eicke R. Weber, die Bildungsexpertin Margret Rasfeld sowie Dr. Christoph Stein.

Workshop für klimaneutrale Schulen.

Klimaneutrale Schulen mit dem Workshop „Solare Bildung an Schulen“

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den praxisorientierten Workshops. Einer davon ist der Workshop „Solare Bildung an Schulen – Praxisorientierte Energiewende-Bildung als Modell für Deutschland“ mit Katharina Blau (Solarcamp for Future) und Rainer Doemen (Redaktionsteam Runder Tisch Erneuerbare Energien).

Der Workshop greift auf Erfahrungen und Erkenntnisse mit dem Pilotprojekt „Solarcamp macht Schule als Projektwoche“ zurück, das im Landkreis Ahrweiler erfolgreich durchgeführt wurde. Schülerinnen und Schüler lernen dabei erneuerbare Energien nicht nur im Unterricht kennen, sondern setzen konkrete Projekte praktisch um – von Messungen und Experimenten mit Photovoltaik bis hin zur Planung und Umsetzung eigener Energiewende-Projekte.

Die Zusammenarbeit zwischen Rainer Doemen und dem Team von Solarcamp for Future ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch Vernetzung neue Lösungen entstehen können. Der Kontakt wurde über den Runden Tisch Erneuerbare Energien (RT-EE) hergestellt. Daraus entstand die gemeinsame Idee, die jeweiligen Stärken und Erfahrungen zusammenzuführen und Synergien zu heben.

Während Solarcamp for Future umfangreiche Erfahrungen in der Organisation von Solarcamps und praxisnaher Energiewende-Bildung einbringt, verfügt Rainer Doemen über ein gewachsenes Netzwerk zu Schulen, Kommunen, Handwerksbetrieben und weiteren regionalen Akteuren. Aus dieser Verbindung entstand das Modell „Solarcamp macht Schule“, das zeigt, wie Klimabildung, Berufsorientierung und Fachkräftegewinnung für die Energiewende erfolgreich miteinander verknüpft werden können.

Das Pilotprojekt im Kreis Ahrweiler hat gezeigt, wie junge Menschen durch praktische Erfahrungen Selbstwirksamkeit erleben und zugleich wichtige Zukunftskompetenzen erwerben. Genau solche Ansätze sollen auf dem Kongress vorgestellt, diskutiert und bundesweit weiterentwickelt werden.

Der Kongress versteht sich als Impulsgeber für eine deutschlandweite Bewegung. Denn die Energiewende ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch eine Bildungsaufgabe. Die Fachkräfte, die unsere Energieversorgung von morgen gestalten werden, sitzen heute in unseren Klassenzimmern.

Weitere Informationen zum Programm und zur Veranstaltung gibt es auf der Veranstaltungsseite im Niedersächsischen LernCenter (NLC).

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2026/06/IMG_9426-scaled.jpeg 1920 2560 Juliane Putzing https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Juliane Putzing2026-06-23 17:58:252026-07-10 16:44:17Klimaneutrale Schulen 2035: Solare Bildung an Schulen

Solarcamp macht Schule: Ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Nachahmer verdient

9. Juli 2025/in Aktionen, Handlungsfelder /von Jürgen Voskuhl

Was passiert, wenn man engagierte Schüler, tatkräftige Handwerksbetriebe und eine visionäre Idee zusammenbringt? Im Kreis Ahrweiler entstand daraus ein echtes Leuchtturmprojekt: In nur einer Woche bauten Jugendliche einen Solarcarport und erhielten so nicht nur Einblicke in klimafreundliche Technologien, sondern auch in ihre eigene berufliche Zukunft. Ein Erfolgsmodell, das zeigt, wie die Energiewende praktisch und begeisternd in den Schulalltag integriert werden kann.

Premiere in Ahrweiler: Von der Theorie zur Praxis in nur einer Woche

Die Energiewende braucht Hände, die anpacken, und Köpfe, die für nachhaltige Technologien brennen. Genau hier setzt die Initiative „Solarcamp macht Schule“ an, die kürzlich als deutschlandweite Premiere am Gymnasium und der Realschule Calvarienberg eine erfolgreiche Projektwoche durchführte. Weit mehr als nur theoretischer Unterricht stand auf dem Programm: Über 20 Schülerinnen und Schüler planten, schraubten und installierten unter fachkundiger Anleitung und bauten mit eigenen Händen einen voll funktionsfähigen Solarcarport für E-Bikes.

Eine praktische Antwort auf den Fachkräftemangel

Das Projekt ist eine direkte Antwort auf eine der größten Herausforderungen der Energiewende: den Fachkräftemangel. Die Initiative „Solarcamp macht Schule“ geht dieses Problem an der Wurzel an. Statt auf klassische Camps zu warten, kommt das Solarcamp direkt in die Schulen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Berufe in der Energiewende zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass das Handwerk spannend, sinnstiftend und zukunftsrelevant ist. Die Erfahrung gibt den Initiatoren recht und zeigt, dass solche praxisnahen Einblicke wirken.

Starke Partner für ein starkes Projekt

Was dieses Projekt im Kreis Ahrweiler zu einem echten Vorzeigeprojekt macht, ist die nahtlose Verbindung von Theorie und Praxis sowie die beispielhafte Zusammenarbeit. Engagierte Lehrkräfte, die Schulleitungen, die Kreisverwaltung Ahrweiler, der Runde Tisch Erneuerbare Energien, die Initiative Solarcamp 4 Future und regionale Partner wie die beiden Handwerksbetriebe Hanisch Holzbau-Bedachung GmbH & Co. KG und EnergieGewinn GmbH sowie die Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ zogen an einem Strang.
Die Schülerinnen und Schüler erlebten nicht nur, wie eine PV-Anlage entsteht, sondern auch, wie durch Kooperation und gemeinsames Engagement Großes bewirkt werden kann.

Ein Modell, das Schule machen sollte

Das Konzept ist bewusst modular aufgebaut und kann flexibel eingesetzt werden – von kurzen Workshops bis zu einwöchigen Projekten wie diesem. Die Premiere in Ahrweiler hat eindrucksvoll bewiesen, dass dieses Modell funktioniert. Es verbindet Klimaschutzbildung mit handfester Berufsorientierung und gibt jungen Menschen eine greifbare Perspektive in Zukunftsbranchen. „Solarcamp macht Schule“ ist somit mehr als nur ein gelungenes Einzelprojekt. Es ist eine Blaupause, die bundesweit Schule machen sollte, um die nächste Generation für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu gewinnen und die Energiewende mit der nötigen Tatkraft zu beschleunigen.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2025/07/PXL_20250627_095424950-scaled.jpg 1920 2560 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2025-07-09 22:35:132026-07-10 16:44:37Solarcamp macht Schule: Ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Nachahmer verdient

Ahrtal? Solahrtal! Der Projektvorschlag der SolAHRtal-Initiative

16. Mai 2024/in Handlungsfelder, Politik und Gesetzgebung /von Jürgen Voskuhl

Aus dem Ahrtal soll auch ein Solartal werden. Wie das gehen kann, ist in diesem Projektvorschlag der SolAHRtal-Initiative beschrieben.
Wie ist der aktuelle Stand?

Weiterlesen
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/08/dernau-860210_1920.jpg 1277 1920 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2024-05-16 09:06:162026-07-10 23:58:43Ahrtal? Solahrtal! Der Projektvorschlag der SolAHRtal-Initiative

Verleihung des Golden Planet Award 2023

26. November 2023/in Allgemein /von Jürgen Voskuhl

Der RTEE freut sich ganz besonders darüber, dass die Jury des Golden Planet Award 2023 auch in diesem Jahr Personen und Organisationen ausgezeichnet hat, die sich für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien engagieren.

Golden Planet Award 2023: Gewinnerfoto

Zu den Ausgezeichneten gehören:

  • eegon – Eifel Energiegenossenschaft und
  • die ukrainische Künstleruin Ruslana, insbesondere für die Initiative Renewables4Ukraine; sie ist Global100RE-Botschafterin für 100% Erneuerbare Energien weltweit.


Die Verleihung des Golden Planet Awards 2023 führte die gemeinsame Initiative der Erfolgskooperation aus D.I.P.E.S.H., Voice-Aid Association und Radio Frankfurt am Abend des 27. Oktober 2023 in den Skyline-Studios in Frankfurt durch.

(Mit)Initiator der SolAHRtal-Initiative Rainer Doemen nahm als ein Empfänger des Golden Planet Award 2022 für das Baby des RTEE – die SolAHRtal-Initiative – gerne an der gelungenen Zeremonie der Preis-Verleihung teil. Er wohnt im Kreis Ahrweiler, kennt die eegon und teilte unserem Redaktionsteam mit:

“Die eegon zeigt in der Eifel und im Landkreis Ahrweiler seit mehr als einem Jahrzehnt, wie sie mit ihren treuen Mitgliedern mutig und gekonnt den Energiesystemwechsel – nicht selten gegen scheinbar unüberwindbare Widerstände – umsetzt. Meines Erachtens erhielt die eegon den begehrten Golden Planet Award 2023 für gelebte Nachhaltigkeit zu Recht für ihren wohl kaum vergleichbaren Einsatz, Klima schädigende Treibhausgasemissionen zu reduzieren.”

Rainer Doemen, (Mit)Initiator der SolAHRtal-Initiative


Ganzheitlich betrachtet dies EUROSOLAR-Vorständin, Referentin für Gemeinwohl-Ökonomie und BürgerEnergie-Netzwerkerin Beate Petersen. Sie hebt hervor:

„Beide Preisträger*innen setzen vollumfänglich den Leitsatz des RTEE um: »100% EE bis spätestens 2030«.
Das von der eegon gelebte Prinzip »Energie aus der Eifel – für die Eifel – organisiert von Bürger*innen für Bürger*innen« beinhaltet auch die der Preisträgerin Ruslana erwiesenermaßen wichtigen Aspekte der Erneuerbaren. Diese sind zugleich Friedens- und Freiheitsenergien. Deren kurze Wege halten zudem Wertschöpfung vor Ort und schaffen Resilienz sowie Unabhängigkeit.“

Beate Petersen, EUROSOLAR-Vorständin

Abschließend einige Impressionen von der Veranstaltung.

Verleihung eines Golden Planet Award 2023 an die eegon - Eifel Energiegenossenschaft eG.
Jubel bei Ruslana nach der Verleihung eines Golden Planet Award 2023 an sie.

Foto Credits: Alle Bilder (c)Fabian Otto

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2023/11/1-1-Gewinnerfoto-2-NEU.jpg 1093 1638 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2023-11-26 23:06:352023-11-27 10:14:22Verleihung des Golden Planet Award 2023

7 Thesen-Papier zur Energiepolitik

7. April 2023/in Aktionen, Allgemein, Politik und Gesetzgebung /von Beate Petersen

Am Runden Tisch hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Lektüre von Scheers letztem und zusammenfassenden Werk “DER ENERGETHISCHE IMPERATIV” befasst und daraus sieben Thesen entwickelt.

Buchcover: Hermann Scheer, Quelle/Foto: privat-bpe

Die Zitate stammen aus Hermann Scheer „Der Energethische Imperativ“, der auch gesellschaftsstrukturelle Hintergründe und Zusammenhänge der Energiepolitik einbezieht. Bezüge zum aktuell noch stockenden Energiewechsel sind aktualisierend und als „Check“ eingearbeitet.

1.) Schleusen auf für Energie aus Erneuerbaren Quellen (EE)

Das Fazit der Stellungnahme des Runden Tisches Erneuerbare Energien (RT-EE) zum Referentenentwurf des „Osterpakets“ lautete:

„Es gibt nur noch eine Option: Sämtliche Schleusen für die erneuerbaren Energien müssen geöffnet werden. Die Bürokratie muss weg. Die Bevölkerung ist aufzurufen, völlig autonom zu handeln: Nicht anders als wenn man sich eine Heizung oder eine Waschmaschine kauft, sollen Solarmodule, Batterien, Laderegler und Wechselrichter angeschafft werden können. Alle, die es irgend ermöglichen können, sollen allein, zusammen mit Nachbarn, als Mietergemeinschaft, wie auch immer, Strom erzeugen. Wir benötigen jede erneuerbare Kilowattstunde, denn wir befinden uns in einer Notlage.“

Damit hätte die „Entfesselung“ der Bürgerenergie stattgefunden, die das Bündnis Bürgerenergie postuliert.

Es würde der Weg eingeschlagen, den Hermann Scheer folgendermaßen kennzeichnet: „Der politische Schlüssel für den Energiewechsel besteht darin, den bestehenden energiewirtschaftlichen Handlungsrahmen aufzubrechen. … Ein schneller Energiewechsel bedarf zahlreicher autonomer Akteure, die mit ihren Initiativen nicht warten wollen und auch nicht abwarten müssen, was andere tun.“ (Scheer, S. 27)

Dass das Fazit des RT-EE von der Energiewende-Bewegung breit unterstützt, geschweige denn von der Bundesregierung aufgegriffen worden wäre, ist nicht der Fall. Dennoch ist es wertvoll, dass diese Sätze im Raum und zur Verfügung stehen. Denn sie sind Hinweis auf die Möglichkeit der Türöffnung vom konventionellen Energiesystem mit dem ihm entsprechenden Rechtsrahmen hin zur Entwicklung einer neu gearteten Gesellschaft: „sozialere Verteilungsverhältnisse, Produktionsweisen und wirtschaftliche Strukturen“ (Scheer, S.166).

2.) Rahmen für raschen Energiewechsel: 100% EE

Gleichzeitig gibt es Versuche, einzelne Änderungen am bestehenden Rechts-rahmen zu veranlassen, die den dringend erforderlichen exponentiellen Ausbau der Erneuerbaren anstoßen könnten.

Beispielhaft seien genannt

  • Claudia Kemfert und andere Wissenschaftler*innen führten mehrfach an, dass die Energiewende nicht das Problem, sondern die Lösung ist und Energiesparen, energetische Sanierung sowie Strom und Wärme aus Solarenergie sowie erneuerbare Nah- oder Fernwärmenetze Energiekosten senken und zudem Friedens-Energien sind, siehe:
    https://www.energiezukunft.eu/politik/nur-erneuerbare-energien-schaffen-frieden/
  • die von Hans-Josef Fell mit der Energy Watch Group zahlreich an Bundesregierung und/oder Parlamentarier gerichteten Vorschläge, u.a. für eine Kombikraftwerks-Vergütung, siehe https://hans-josef-fell.de/mit-neuer-kombikraftwerksverguetung-netzintegration-von-anlagen-effektiv-foerdern/
  • die von Annika Joeres und Susanne Götzein ihrem Buch „Die Klima-schmutzlobby, Empfehlung in Kategorie »Das politische Buch 2020« der Friedrich-Ebert-Stiftung »Wer wirklich wissen will, warum das alles nicht so läuft mit Energiewende und Klimaschutz, der kaufe und lese dieses Buch. Großartig aber auch erschreckend!“
  • der von Hans-Josef Fell, Dr. Axel Berg und Prof.Dr. Eicke Weber an die Bundesregierung gerichtete Vorschlag, das Amt eines/r „Bundesbeauftragten für Erneuerbare Energien“ einzurichten, siehe: https://hans-josef-fell.de/?s=Bundesbeauftragten+f%C3%BCr+Erneuerbare+Energien
  • die von Ingo Stuckmann (Grüne, ZETT) u.a. erarbeitete Lösungsstudie mit konkreten Vorschlägen zur rechtzeitigen und sicheren Energie-Unabhängigkeit von Russland durch den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien und massive Energie-/Kosteneinsparungen, siehe: https://www.zeroemissionthinktank.org/

Regierungsseitig beantwortet wurden alle diese Eingaben nicht.
Verhindert werden konnte die zunächst geplante Streichung der kleinen Wasserkraft und der Bioenergie aus dem EEG. Dass dies abgewehrt wurde, ist erfreulich, steht aber in keinem Verhältnis zu dem, was nötig wäre.

3.) Was dafür bisher getan wird
– und was rasch getan werden muss

Wälder brennen weltweit, auch in Deutschland in bisher nicht erlebtem Ausmaß. Das Holz gibt seinen Kohlenstoffgehalt in Form von CO2 in die Atmosphäre. Wasser, das bereits so knapp ist, dass vielerorts die Feldbewässerung eingeschränkt wird, muss in immensen Mengen zum Löschen verwendet werden. Die Motoren der Löschflugzeuge und Hubschraubern reichern die Luft zusätzlich mit Klimagasen an. Die Lage ist verzweifelt. Die Löschaktivitäten verstärken die Voraussetzungen für die nächsten Brände. Dies nur mal als uns gerade naheliegendes Beispiel.

Was macht die Bundesregierung:

  • Energieumstellung im großen Stil auf LNG, den klimaschädlichsten Brennstoff überhaupt. Das LNG-Beschleunigungsgesetz, das von Umweltauflagen entbindet, wird in Rekordtempo durch den BT gebracht: Bau und Inbetriebnahme der erforderlichen Terminals an deutschen Küsten werden ohne gewissenhafte Prüfung der Folgen für Mitwelt, Ökosystem und Klima genehmigt.
  • Kohleausstiegsgesetz wird gekippt.
  • Atomausstiegsgesetz wird gekippt.

Was macht die Bundesregierung (noch) nicht:

  • Das “Aufbauhilfe-Fonds-Errichtungsgesetz 2021“, welches so aus der Zeit gefallen ist, dass darin die Erneuerbaren Energien nicht einmal vorkommen, wird nicht gekippt. Dieses Gesetz ist in Stein gemeißelt und unveränderlich? Dass dadurch das geplante Energiewende-Leuchtturm-Projekt „Ahrtal wird Solartal“ verhindert wird, hält die Regierung offensichtlich für angebracht.
  • Der Ukraine-Krieg wurde durch die Energiepolitik der Merkel-Regierungen seit 2010 wesentlich mit verursacht, da die Ausbremsung der Erneuerbaren Energien zur Abhängigkeit vom russischen Gas führte, was Putin den Aufbau seiner Militärmacht finanzierte. Die Ampel-Koalition hätte die Möglichkeit, diesen klima- und außenpolitischen Fehler mit seinen unabsehbaren Folgen zu korrigieren, indem sie den Ausbau der Erneuerbaren maximal forciert. Doch das Gegenteil geschieht.
  • Außer dem Namenszusatz, den das Wirtschaftsministerium erhalten hat, sucht man die Sorge um das Klima vergeblich. Auf eine Anfrage des RTEE, ob die Bundesregierung beabsichtige, angesichts der teilweise durch deutsche Waffen verursachten kriegsbedingten zusätzlichen Treibhausgasemissionen die Schritte zur Einhaltung der Pariser Klimabeschlüsse anzupassen, kam die Antwort, dass dies nicht beabsichtigt ist. Eine Begründung für das Fehlen der Absicht gebe es nicht, siehe: https://fragdenstaat.de/anfrage/klimawirkung-des-ukraine-krieges/#nachricht-710375
  • Bekanntlich wurde die einst blühende deutsche Solarindustrie vernichtet und damit auch begonnener Strukturwandel abgewürgt. Bei Lieferengpässen für Solar-Komponenten ist man weiter auf das Ausland angewiesen. Regierungs-mitglieder bereisen den Globus, um Erdgas und LNG zu akquirieren. Dass sie sich um die Beseitigung von Solar-Engpässen bemühen, vernimmt man nicht.

In den Jahren nach 2010 wurden ca. 100.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche von den Merkel-Regierungen gezielt vernichtet. Diese Fachleute fehlen heute. Dass die Ampel-Regierung die Fehler ihrer Vorgänger-Regierungen korrigiert, indem sie Ausbildungsprogramme für Solarteure organisiert und fördert, erwartet man vergeblich. 

  • Dass Unternehmen eigeninitiativ werden und praxisnah gestaltete Aus- bzw. Weiterbildungskurse anbieten, ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst die tragenden und treibenden Kräfte der Energiewende sind – wenn sie nicht durch bürokratische Hürden daran gehindert werden.
  • Wenn es um Wegöffnung und Förderung geht, denkt die Regierung nicht an die Erneuerbaren. Bezüglich Einbeziehung in die Übergewinnbesteuerung erinnert sie sich ihrer sofort. Wer sich der überragenden/existenziellen Bedeutung der erneuerbaren Energien bewusst ist, wird sie heute so bevorzugt behandeln, wie es die fossilen und atomaren Energien seit Anbeginn ihrer Existenz genießen konnten.
  • Dass die in der EU-Erneuerbaren-Richtlinie vorgeschriebene Ermöglichung von Energy Sharing und gemeinsamer Eigenversorgung nicht in deutsches Recht umgesetzt wurde, ist ein Rechtsbruch, gegen den das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) beim Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht hat. Bis diese zur Verhandlung kommt, ist allerdings mit einem Zeitraum von 6 bis 7 Jahren zu rechnen (so geartet ist das Rechtswesen). Als sich die Bildung der Ampel-Regierung anbahnte, erwartete man, dass es eine von deren ersten Handlungen sein werde, diesen Rechtsbruch aus der Welt zu schaffen. In den Koalitionsvertrag wurde das auch aufgenommen, umgesetzt aber weiterhin nicht. – Man vergleiche dies wieder mit den Tempi, die im Fall von Wohltaten für die konventionellen Energien hingelegt werden!

4.) Status Quo: weiter so
fossil-atomar vor dezentral-erneuerbar?

Mit Unbedachtheit, Unaufmerksamkeit, Vergesslichkeit oder dergleichen lässt sich das Regierungshandeln nicht erklären. Ganz offensichtlich haben wir es mit einem systematischen Vorgehen zu tun, dessen Prinzip darin besteht, die konventionelle Energieerzeugung zu bevorzugen und die Erneuerbaren zu benachteiligen. Dabei handelt es sich nicht um eine bloß innerdeutsche Angelegenheit: Die EU-Taxonomie hat Erdgas und Atom völlig ungerechtfertigt das Prädikat „nachhaltig“ erteilt. Bill Gates (beispielhaft für die Wallstreet) hat sich mit dem Buch “Wie wir die Klimakatastrophe verhindern” in die Diskussion eingemischt, um die von ihm mit sehr viel Geld vorangetriebene „neue Generation kleiner Atomkraftwerke“ ins Gespräch zu bringen. Die USA und Russland bringen sich bereits in Stellung, um das Erdgas unter der Arktis, sobald es durch weiteren Temperaturanstieg zugänglich wird, zu beanspruchen und diesen Anspruch mit militärischen Mitteln zu untermauern.

Dass dadurch die Klimaerhitzung ins Unermessliche getrieben wird, spielt auf dieser Ebene keine Rolle. Man geht dort davon aus, dass es für jedes Problem eine technische Lösung geben wird – vielleicht nicht für die gesamte derzeitige Menschheit, aber für deren „hoch entwickelten“ Teil. Im Übrigen interessiert sich das profitorientierte Denken seinem ganzen Wesen nach ohnehin nicht weiter für die Zukunft, als eine Generationsspanne reicht. Dass die fossilen Brennstoffe und das Uran bei Fortsetzung des derzeitigen Verbrauchs (diese Möglichkeit jetzt nur mal als Denkmodell unterstellt) in 100 bis 150 Jahren zu Ende gehen werden und dass dann die Sonne die einzige Energiequelle sein wird, darüber machen sich die heute lebenden Profiteure keine Gedanken.

Man muss davon ausgehen, dass die Ampel-Regierung sich diesen immer noch mächtigen Kräften angepasst hat. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn schon immer waren es die Wirtschaftsmagnaten, die hinter den parlamentarischen Kulissen die Strippen gezogen haben. Diese Kräfte verbreiten die Behauptung,  dass die Erneuerbaren niemals in der Lage sein werden, die gesamte Energiebereitstellung zu übernehmen. Klarzustellen, dass es sich hierbei um Wunschdenken einer Industrie  handelt, die ihr Ende kommen sieht, aber versucht, es möglichst noch hinauszuschieben, wäre Aufgabe der Ampelregierung, wird von dieser aber nicht wahrgenommen.

5.) Paradigmenwechsel:
rasch dezentral-erneuerbar statt fossil-atomar

Warum wollen die Entscheider des überkommenen Energie-, Wirtschafts- und Politiksystems die Erneuerbaren Energien nicht? – Ganz einfach: weil dieses System und die Erneuerbaren Energien nicht kompatibel sind. Das bestehende System ist zustande gekommen durch Erfindungen und Technikentwicklungen, die ihren Leistungsgipfel in der Installation weniger großer zentralistischer Einheiten erreichen. Insbesondere die Photovoltaik bringt völlig entgegengesetzte Gegebenheiten mit sich: Kleinteiligkeit, Dezentralität, Millionen von Kleinerzeugenden statt weniger Groß-konzerne. Dieser Wechsel kann sich unmöglich in den Strukturen vollziehen, die entsprechend den Interessen der fossilen und atomaren Energiewirtschaft hervorgebracht wurden.

Wie die im 19. Jahrhundert entstandene Großindustrie nicht in die Strukturen des auf Agrarwirtschaft und Handwerk basierenden Feudalismus passte, sondern die gesamte Gesellschaft radikal umwälzte, bringt auch der Wechsel auf die Erneuerbaren Energien notwendig völlig neue Strukturen mit sich. Die Energiebereitstellung wird von großen Teilen der Bevölkerung eigenverantwortlich durchgeführt. Dies stärkt das Selbstvertrauen von Millionen von Individuen. Es kommt zu einer breiten Emanzipation.

In solchem Umfeld stirbt das Interesse an scheinbarer Selbstverwirklichung durch Anhäufung ungeheurer materieller Reichtümer und entsprechender Machtausübung.  Die derzeitigen Magnaten wollen sich und ihren Daseinsstil aber nicht aufgeben. Deswegen tun sie alles, um die Erneuerbaren klein zu halten und ersinnen Geschäftsmodelle, um auch sie unter ihre Kontrolle zu bringen. Doch auch wenn dies teilweise gelingt, bleiben die EE für sie ein gefährlicher Faktor. Mit  wachsender Emanzipation werden sich Individuen der Kontrolle entziehen. Die Photovoltaik ist – auch in unseren Breiten – bereits die billigste Art, Strom zu erzeugen. Die EE sind klima- und umweltfreundlich. Und was vielleicht wichtiger ist als alles andere: ihr „gesellschaftlicher Wert“, wodurch sie zum „Kulturgut“ werden. Scheer: „Mit der Möglichkeit der autonomen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien wird Energie vom bloßen Wirtschafts- und Konsumgut zum Kulturgut. … Aus der >passiven Energiegesellschaft<, mit immer weniger und dabei immer größer werdenden Anbietern einerseits und gleichgeschalteten und verplanten Energiekonsumenten andererseits, wird die >aktive Energiegesellschaft<, in der die Energieversorgung in wachsendem Maße autonom erfolgt, in zahlreichen neuen Trägerformaten.“  (S. 169) Dies wollen die Spitzenkräfte des bestehenden Systems unter allen Umständen verhindern.

6.) Einladung:
Mach/t mit für 100% EE ganz praktisch

Während die vor der Wahl von den jetzigen Regierungsparteien erweckten Erwartungen und gegebenen Versprechen wie Sand durch die Finger rieseln, wird die Bevölkerung eigenständig aktiv. Die Dynamik ist höchst erfreulich und enorm! Wir erleben einen Run auf Photovoltaik-Anlagen, wie schon lange nicht mehr. Das ist die Dialektik der explodierenden Energiepreise: Endlich erkennt die Bevölkerung, dass die Sonne keine Rechnung schickt. Es reicht die Investition in PV-Anlagen. Bisher für den Bezug der Energie aus fossil-atomaren Großkraftwerken nötige Brennstoff-Kosten entfallen. Alleinschon deshalb rechnet sich die Investition in dezentral-erneuerbar, immer! 
Es geht um schnellstmöglichen Umstieg: https://energiewende-2030.de/themen/

Manche verkürzen die Wartezeit wegen überlasteter Betriebe, indem er oder sie selbst Hand anlegen. Für das eigene Balkonkraftwerk/Steckersolar-Modul und auch für Gemeinschaftlich finanzierte PV-Anlagen auf kommunalen Dächern. Selbsthilfe bei der Installation kann gerade auch  in BürgerEnergie-Genossenschaften  praktisch umgesetzt werden als „Mitmach-PV“ oder etwa durch Sammelbestellungen von Steckersolargeräten.  Gemeinschaftlich erzeugten EE-Strom gemeinschaftlich zu vermarkten, Nahwärmenetze zu errichten, elektrische Nachbarschaftsautos einzuführen, sind weitere Möglichkeiten, die sich im Zuge der Energiewende eröffnen, und sowohl das Klima schützen als auch den Geldbeutel und den Zusammenhalt in Nachbarschaften stärken.

Der Solarenergie Förderverein (SFV) und „Metropol Solar“ unterstützen diese Bewegung vorbildlich, indem sie z.B. Nachbarschafts-Solarparties organisieren und Solarberater*innen ausbilden. Das sind Ansätze, aus denen sich viel entwickeln kann! Sie sollten sich flächig über das ganze Land ausbreiten.
„Die zur Ablösung der konventionellen Energien führende technologische Revolutionierung der Energieversorgung kann sich nur über viele unabhängige Initiativen an vielen Plätzen entfalten, nicht über eine technokratisch durchgeführte Planifikation durch politische und wirtschaftliche Entscheidungseliten, die diesen Prozess zeitlich und räumlich gestaffelt organisieren.“ (S. 159) Und: „Die Menschen haben deren [der erneuerbaren Energien] elementares Potenzial erkannt, mehr als es den meisten Regierungen bewusst ist und als es die überkommene Energiewirtschaft wahrnehmen will.“ (Scheer, S. 259)

7.) Wichtig: Das Spiel durchschauen

Aktuell kommt es darauf an, dass die Energiewende-Akteur*innen sich Klarheit darüber verschaffen, wie das Wirtschafts- und Politiksystem mit psychologisch raffiniert ausgeklügelten Kommunikations- und Handlungsmethoden funktioniert. Unausgesprochen steht dahinter die Absicht “Wachse oder weiche”: – Wachsen der fossil-atomaren, Weichen der erneuerbaren Energien.

 Die in den 1990er Jahren betriebene offene Ablehnung der Erneuerbaren wird heute von einer Befürwortung abgelöst, die sich allerdings „mehr in Worten als im Denken und in Taten“ abspielt. „Vollmundige Bekenntnisse von Regierungen und Energiekonzernen, in denen der Eindruck vollen Engagements für erneuerbare Energien geweckt wird, trüben den Blick für die praktischen Prioritäten.“ (Scheer, S. 10). Dies beschreibt die aktuelle Situation treffend.

Das Spiel besser zu durchschauen,
 kann als unsere derzeit wichtigste Aufgabe bezeichnet werden. Dieser Durchblick ist nötig, um ein Wirtschaften „weiter so“ mit seinen verheerenden Folgen zu vermeiden.  

Aktuelle Praxis-Beispiele:

  • Der unsägliche Hinterzimmer-Deal der Regierung mit RWE zum Dorf Lützerath im Rheinischen Braunkohle-Revier wird nach außen als Erfolg für den Klimaschutz verkauft, weil RWE bereit ist, schon  2030 aus der Kohle auszusteigen. Dass RWE bis dahin aber die gleiche Kohlenmenge verbrennen darf, die bis 2038 vorgesehen war, zeigt den Betrug. Diese Lösung ist für das Klima sogar noch schlechter, weil die Treibhausgase schneller emittiert werden als bei einem Ausstieg 2038.

    Dass auch das Dorf Lützerath für Braunkohle nicht abgebaggert werden musste, zeigen zahlreiche hier gesammelte wissenschaftliche Studien: https://www.alle-doerfer-bleiben.de/
  • Das Dorf Pödelwitz nahe Leipzig wurde durch langjährigen  Widerstand und lösungsorientierte Gespräche gerettet. Doch warum mussten Tausende von Menschen ihre Freizeit und ihr Geld hierfür opfern, wo es doch Aufgabe der Regierung wäre, für das Wohl der Bürger*innen zu sorgen? 

    Das Bündnis „Alle Dörfer Bleiben Halle/Leipziger Land“, ehemals „Pödelwitz Bleibt!“, hat die Geschichte des Widerstandes rund um Pödelwitz festgehalten und illustriert. Pödelwitz Plakat (alle-doerfer-bleiben.de) 
  • Carbon Capture and Storage (CCS⁠) ist die Behauptung, CO2 aus Prozessen abzusondern oder im Nachgang aus der Atmosphäre wieder einzufangen, um es dann zu „verpressen“. Dies ist mit hohen Kosten sowie auch enormem Technik-, Rohstoff- und Energieaufwand verbunden und zudem ungeklärt, ob und wie dauerhaft und vollständig das eingelagerte CO2 im sogenannten „Geologischen Speicher“ verbleibt.

Vertiefende Quellen:

Umweltbundesamt:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/grundwasser/nutzung-belastungen/carbon-capture-storage#grundlegende-informationen

Bürgerinitiativen:

https://keinco2endlager.de/aktuell/

http://berliner-wassertisch.info/informationsblatt-zu-carbon-capture-and-storage-ccs/

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2023/04/23-0302-H-Scheer-Buchcover-1-H-bpe-IMG_6046.jpg 480 640 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2023-04-07 16:52:222023-04-11 10:38:067 Thesen-Papier zur Energiepolitik

„Golden Planet“ an den RT EE verliehen

27. November 2022/in Aktionen, Handlungsfelder, Wissenschaftl. Themen /von Jürgen Voskuhl

Am 11. November wurde einer von neun Unternehmer-Awards „The Golden Planet“ an den Runden Tisch Erneuerbare Energien verliehen. Gewürdigt hat die Jury dessen Kind „SolAHRtal-Initiative“.

Preisverleihung "Golden Planet"
V.l.n.r.: Robin Jassoy (Parents for Future), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (RT EE), Rainer Doemen (RT EE), Beatrice Bednarz (Scientists for Future), ???, Stefan Gsänger (Parents for Future), Janine O’Keefe (Fridays for Future)
V.l., nur erkennbare Personen: Robin Jassoy (Parents for Future), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.), Rainer Doemen (RT EE), Beatrice Bednarz (Scientists for Future), Dr. Bert Droste-Franke (IQIB, Forschungsprojekt EnAHRgie), Stefan Gsänger (Initiator WorldRenewDay), Janine O’Keefe (Fridays for Future)

Zum ersten Mal verlieh die Erfolgskooperation The Radio Group, Radio Frankfurt, die Voice-Aid Association und die D.I.P.E.S.H.  den Unternehmer-Award: „The Golden Planet“ für gelebte Nachhaltigkeit. Die Verleihung fand am 11. November 2022 in den Skyline Studios von Radio Frankfurt im City-Gate Tower in Frankfurt am Main statt.

Der Award wurde an neun ausgewählte Unternehmen und Personen verliehen, die in der Vergangenheit ein unglaubliches Engagement für unseren Planeten und dessen Erhalt zeigten. Die Auswahlkriterien für den Award sind die Einzigartigkeit, der gesellschaftliche Mehrwert, verbunden mit dem Einfluss für die Allgemeinheit.

Auch der Runde Tisch Erneuerbare Energien (RT EE) zählt zu den Preisträgern, und zwar für sein Kind „SolAHRtal-Initiative“. Gemeinsam beschlossen Mitglieder des RT EE und der SolAHRtal-Initiative, dass Rainer Doemen den Preis entgegennehmen sollte.
Damit würdigten die Gruppen sein unermüdliches innovatives, projekt- und zielorientiertes Vorgehen.

Neben Rainer Doemen nahmen zahlreiche weitere Mitarbeitende vom Runden Tisch Erneuerbare Energien an der Veranstaltung teil.

Der Golden Planet

Rainer Doemen erkannte nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal die einmalige Chance, den Wiederaufbau des zerstörten Gebietes nur mit Erneuerbaren Energien zu gestalten. Er initiierte innovativ und kreativ mit weiteren (Mit)Initiatoren des RT EE die projektähnliche Arbeitsweise der „SolAHRtal-Initiative“. Schnell fanden über 40 Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Sie erarbeiteten in speziell zugeschnittenen Projektarbeitsgruppen ehrenamtlich das kommunalpolitisch geforderte PROJEKT „Nachhaltiger Wiederaufbau und Nutzung regenerativer Energien im Kreis Ahrweiler“.

Weitere Impressionen der Preisverleihung

Golden Planet Award
Querschnitt „Runder Tisch Erneuerbare Energien“, erweitert um Akteure der „SolAHRtal-Initiative“
V.l.: Jürgen Eiselt (Europäische Energiewende Community e.V.), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.), Stefan Gsänger (Initiator WorldRenewDay), Dr. Bert Droste-Franke (IQIB, Forschungsprojekt EnAHRgie), Robin Jassoy (Parents for Future), Beatrice Bednarz (Scientists for Future), Petra Wildenhain (Aufsichtsratsvorsitzende der Prokon eG (Projektgruppe Windkraft))Janine O’Keefe (Fridays for Future), Gerhard Herget (Aufsichtsratsmitglied Bündnis Bürgerenergie e.V.), Rainer Doemen (RT EE)
Querschnitt „Runder Tisch Erneuerbare Energien“
V.l.: Janine O’Keefe (Fridays for Future), Rainer Doemen (RT EE), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (RT EE), Jürgen Eiselt (1. Vorsitzender Europäische Energiewende Community e.V.), Jürgen Voskuhl (Europäische Energiewende Community e.V.), Astrid Arens (D.I.P.E.S.H. / Voice Aid Association), Gerhard Herget (Aufsichtsratsmitglied Bündnis Bürgerenergie e.V.), Stefan Gsänger (Parents for Future)
Alle Preisträger (bzw. Stellvertreter)
Hintere Reihe v.l.: Caroline Munte (Die Kooperative), Christoph Graul (Die Kooperative), Andreas Herrmann,
Neil Azzam, Rainer Doemen (RT EE), Eddy Karim
Vordere Reihe v.l.: Stephan Schwenk (The Radio Group), Astrid Arens, Bernd Roller (Radio Holiday), Janine O’Keeffe (Fridays for Future)

Weitere Informationen zur Veranstaltung von D.I.P.E.S.H.

Bildnachweis

Alle Bilder © Fabian Otto.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2022/11/Golden-Planet-913x685-1.jpg 685 913 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2022-11-27 15:18:012022-11-28 13:20:06„Golden Planet“ an den RT EE verliehen

Referentenentwurf zum Osterpaket

15. März 2022/in Politik und Gesetzgebung /von Beate Petersen

Der Runde Tisch EE hat eine erste Einschätzung zum Referentenentwurf des Osterpakets vorgelegt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen gehen in die richtige Richtung, greifen allerdings noch viel zu kurz.

Die Sprinkleralarmknöpfe zeigen an, worum es geht: Unsere Erde wird zu heiß, wenn wir so weitermachen, wie bisher. Langsam ergreift diese Erkenntnis auch Verantwortung tragende Politiker. Doch noch zu sehr sind sie gefangen in den alten Vorschriftswerken, die eher dazu angetan sind, große Schritte in Richtung Klimaneutralität zu verhindern. Der Entwurf des Osterpakets ist nicht der große Wurf. Es muss aber einer werden, wollen wir das kleine Zeitfenster unserer Änderungsmöglichkeiten nicht verpassen, wie uns der Report des IPCC nahelegt.

So haben sich Mitglieder des Redaktionskreises erste Gedanken zu den Grundaussagen des Referentenentwurfs gemacht, die Sie in der Pressemeldung lesen können.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2022/03/Sprinkleralarm.png 457 685 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2022-03-15 18:42:432022-03-15 18:42:44Referentenentwurf zum Osterpaket

Stellungnahme des Runden Tisches zum Osterpaket

22. Februar 2022/in Aktionen, Politik und Gesetzgebung /von Beate Petersen

Der Runde Tisch hat in einem Schreiben an die Bundesregierung seine wichtigsten Punkte in Bezug auf die Erneuerbare Energieerzeugung dargelegt.

Das Schreiben benennt zehn Punkte, die für einen Umstieg auf Erneuerbare Energien bis 2030 unumgänlich sind.

Darunter befinden sich zum Beispiel der Bürokratieabbau, die Beseitigung von Ausbaudeckeln und anderen Restriktionen, eine gewinnbringende Einspeisevergütung für alle EE-Arten und die Förderung von Speichern.

Als Schlüsselpunkte für das Gelingen der Energiewende werden die Entfesselung der Bürgerenergie und die sogenannte Kombikraftwerksvergütung gesehen.

Die ganze Stellungnahme können Sie in unserer Pressemeldung lesen.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2022/02/Bundeskanzleramt.jpg 311 553 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2022-02-22 18:14:022022-02-28 18:54:22Stellungnahme des Runden Tisches zum Osterpaket
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