Peti­tio­nen, Demons­tra­tio­nen, Unter­schrif­ten­samm­lun­gen usw., die sich an die Zivil­ge­sell­schaft wenden

Presseerklärung der Parents for Future

Par­ents for Future, Chris­ti­ans for Future, Tea­chers for Future und Grand­par­ents for Future haben eine gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung her­aus­ge­ge­ben, in der sie Auf­klä­rung zu Ent­schei­dun­gen  der NRW-Lan­des­re­gie­rung im Rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier fordern.

Recher­chen der Alli­anz für nach­hal­ti­gen Struk­tur­wan­del e.V. haben erge­ben, dass die Abgra­bung der „Man­hei­mer Bucht“ schon am 21.12.2020 erlaubt wur­de. Die Autoren der Pres­se­mit­tei­lung kom­men daher u. a. zu dem Schluss, dass die Lan­des­re­gie­rung im Pro­zess der Leit­ent­schei­dung der Öffent­lich­keit gegen­über nicht die (voll­stän­di­ge) Wahr­heit gesagt und den Geneh­mi­gungs­pro­zess des 4. Haupt­be­triebs­pla­nes Ham­bach (bewusst) ver­schwie­gen hat. „Letz­te­res wäre eine kla­re Miss­ach­tung der Bürger*innen, des Land­ta­ges und ein unvor­stell­ba­rer Ver­trau­ens­ver­lust für die Poli­tik der Lan­des­re­gie­rung unter Füh­rung des Minis­ter­prä­si­den­ten Armin Laschet, dem als neu­em Vor­sit­zen­den der CDU Deutsch­lands Ambi­tio­nen für das Kanz­ler­amt nach­ge­sagt werden.“ 

Die Pres­se­er­klä­rung kön­nen sie hier einsehen.

Netzentwicklungsplan 2035 (2021) der Übertragungsnetzbetreiber

Am 29. Janu­ar ver­öf­fent­lich­ten die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber den aktu­el­len Netz­ent­wick­lungs­plan. Es zeigt sich, dass die Maß­nah­men dar­in den Vor­ga­ben von Paris kei­nes­falls gerecht wer­den. Fri­days for Future hat dafür eine Brief­kam­pa­gne gestartet.

Sehen Sie sich den Netz­ent­wick­lungs­plan hier an.
Unter­stüt­zen Sie die Brief­ak­ti­on noch bis zum 5. März. (Aus einer Mail vom 1.3.2021 erfah­ren, wei­sen wir dar­auf hin, dass bei der Beant­wor­tung des Brie­fes dar­auf ver­wie­sen wird, dass der Ter­min am 28. Febru­ar ende­te. Aber nach­träg­lich wird der Brief doch angenommen.)

Raus aus dem Anti-Klima-Abkommen!

Der Ver­trag über die Ener­gie­char­ta erlaubt es Ener­gie­kon­zer­nen, Staa­ten wegen demo­kra­tisch gefass­ten Ent­schei­dun­gen vor pri­va­ten Schieds­ge­rich­ten auf hor­ren­de Sum­men Scha­dens­er­satz zu ver­kla­gen. Auf Basis des Ver­trags lau­fen aktu­ell meh­re­re Ver­fah­ren von euro­päi­schen Ener­gie­kon­zer­nen gegen EU-Staa­ten, weil sie aus Koh­le- und Atom­kraft aus­stei­gen wollen.

Das Umwelt­in­sti­tut Mün­chen e.V. hat eine Mit­mach-Akti­on gestar­tet mit dem Ziel, dass die EU die­sen Anti-Kli­ma­schutz-Ver­trag ver­lässt. Hier kön­nen sie sich an die­ser Akti­on beteiligen.

Hier kön­nen sie eine Erklä­rung des Ver­trags und sei­ner Aus­wir­kun­gen bis heu­te sehen. Und hier sehen sie die Prä­sen­ta­ti­on zur Mit­mach-Akti­on mit wei­ter­füh­ren­den Links.

Der Energiechartervertrag (ECT)

Die­ser Ver­trag wur­de am 17. Dezem­ber 1991 in Den Haag unter­zeich­net. Dabei han­del­te es sich um eine poli­ti­sche Erklä­rung der Prin­zi­pi­en der inter­na­tio­na­len Ener­gie­be­zie­hun­gen, dar­un­ter Han­del, Tran­sit und Inves­ti­tio­nen. Der Ver­trag ermög­licht es Kohle‑, Öl- und Gas­kon­zer­nen, die Ener­gie­wen­de zu behindern.

Gemeinsame Erklärung der Global 100%RE Strategy Group

„Eine Welt auf Basis 100% Erneu­er­ba­rer Ener­gien ist mög­lich und not­wen­dig“, so lau­tet die Über­schrift einer 10-Punk­te-Erklä­rung der sie­ben welt­weit füh­ren­den Köp­fe für 100% Erneu­er­ba­re Energien.

In der Pres­se­er­klä­rung heißt es dazu: „Die welt­weit füh­ren­den For­scher zur Ener­gie­wen­de, die zum Teil seit fast zwei Jahr­zehn­ten an der Rea­li­sie­rung einer kom­ple­xen und siche­ren Ener­gie­ver­sor­gung mit 100% EE for­schen, haben die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se ihrer For­schung in die­ser 10-Punk­te-Erklä­rung zusam­men­ge­fasst. … Als Ziel für die Been­di­gung unse­rer CO2- und ande­rer Kli­ma­er­wär­mungs- und Luft­schad­stoff­emis­sio­nen wird für den Strom­sek­tor das Jahr 2030 und für ande­re Sek­to­ren bald danach, idea­ler­wei­se aber nicht spä­ter als 2035, vorgeschlagen.“

Die gemein­sa­me Erklä­rung kön­nen Sie hier sehen. 

Das Doku­ment der Glo­bal 100% Rene­wa­ble Ener­gy Stra­te­gy Group wur­de inzwi­schen von über 40 Ener­gie­sys­tem-For­schern unter­zeich­net, dar­un­ter aus Deutsch­land etwa Clau­dia Kem­fert vom DIW Ber­lin sowie Hans Joa­chim Schell­nhu­ber, Grün­der des Pots­dam-Insti­tuts für Kli­ma­fol­gen­for­schung (PIK) und Mit­glied des Welt­kli­ma­rats IPCC.

Zahl­rei­che bekann­te Per­sön­lich­kei­ten, wie zum Bei­spiel Leo­nar­do DiCa­prio unter­stüt­zen eben­falls die­se Forderung.

Auch Sie kön­nen jetzt etwas gegen die Kli­ma­kri­se tun: Unter­stüt­zen Sie eben­falls die For­de­rung der Glo­bal 100% Rene­wa­ble Ener­gy Stra­te­gy Group!

Kli­cken Sie dazu auf den fol­gen­den But­ton und
fül­len Sie das For­mu­lar (engl.) aus, wel­ches sich anschlie­ßend öffnet.

Das ist aber noch nicht alles: Inzwi­schen gibt es auf Open­Pe­ti­ti­on auch eine For­de­rung nach 100% Erneu­er­ba­ren Ener­gien für Deutsch­land. Wir freu­en uns sehr dar­über, wenn Sie auch die­se mitzeichnen!

Offener Brief an Ministerpräsident Laschet

In einem Offe­nen Brief for­dert EUROSOLAR Deutsch­land e. V. Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet auf, von der Ein­stel­lung der EnergieAgentur.NRW zum Ende des Jah­res 2021 abzu­se­hen und die­se in der bewähr­ten Form wei­ter­zu­füh­ren.

Offener Brief an Laschet

Die EnergieAgentur.NRW bie­tet für alle Ziel­grup­pen – vom Pri­vat­haus­halt über die Woh­nungs­wirt­schaft bis hin zu Gewer­be und Indus­trie – nie­der­schwel­li­ge Ange­bo­te, um Erneu­er­ba­re Ener­gien sinn­voll einzusetzen.

In dem Schrei­ben heißt es: „EUROSOLAR for­dert Sie auf, die­se mit Ihrer Ent­schei­dung ver­bun­de­nen nega­ti­ven Fol­gen für den Kli­ma­schutz, für das Land NRW und für die öffent­li­che Wir­kung zu über­den­ken, die auch in Ber­lin für Ver­wun­de­rung sorgt. Machen Sie deut­lich, dass Sie die Zei­chen der Zeit erkannt haben und zei­gen Sie mit dem Erhalt der EnergieAgentur.NRW, dass Kli­ma­schutz auf Basis Erneu­er­ba­rer Ener­gien Prio­ri­tät hat.“

Hier geht’s zum voll­stän­di­gen Text.

Fossil Free Karlsruhe startet bundesweite Solar-Städte-Challenge

Fos­sil Free Karls­ru­he hat einen Wett­be­werb zwi­schen den Städ­ten Deutsch­lands ins Leben geru­fen. Der Name: Watt­be­werb. Die Idee: Faktor2. Die Her­aus­for­de­rung: Die Städ­te in Deutsch­land tre­ten gegen­ein­an­der an, um auf ihrer Gemar­kung eine Ver­dopp­lung der Kapa­zi­tä­ten von Solar­strom zu errei­chen – eben Faktor2. Die Chal­len­ge ist ein Bei­trag, um das Ziel „100% Erneu­er­ba­re Ener­gien 2030” zu errei­chen. Los geht’s am 21. Februar.

Seit ihrer Grün­dung im Sep­tem­ber 2018 setzt sich die Karls­ru­her Grup­pe von Fos­sil Free für eine Ver­rin­ge­rung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen in der Stadt ein.
Weil die Ener­gie­wen­de drin­gend neu­en Schwung braucht, denkt man nun grö­ßer. Das Ziel von Fos­sil Free Karls­ru­he lautet: 

Städ­te in ganz Deutsch­land sol­len ihren Bei­trag dazu leis­ten kön­nen, die Ver­ein­ba­run­gen im Über­ein­kom­men von Paris einzuhalten.

Um fai­re Bedin­gun­gen zu bie­ten, fin­det der Watt­be­werb in zwei Kate­go­rien statt: Städ­te bis 100.000 Einwohner:innen und Groß­städ­te. Der Watt­be­werb beginnt am 21. Febru­ar 2021 und endet, wenn die ers­te Groß­stadt ihre kW-Peak-Leis­tung ver­dop­pelt hat. Ein spä­te­rer Ein­stieg ist jeder­zeit mög­lich. Gewin­ne­rin ist jeweils die Stadt, die im Wett­be­werbs­zeit­raum am meis­ten kW-Peak-Leis­tung je Einwohner:in zuge­baut hat. Alle Anla­gen zäh­len dabei: Dach­an­la­gen, über­bau­te Park­plät­ze, Bal­kon­mo­du­le, Frei­flä­chen­an­la­gen usw.

Vorteile für Städte

Für die Städ­te ergibt sich dar­aus eine Rei­he von Vor­tei­len. Der Watt­be­werb zielt dar­auf ab, Bürger:innen zu pri­va­tem Enga­ge­ment zu ermun­tern. Gewin­nen kön­nen die Städ­te, die es schaf­fen, Ver­mie­te­rin­nen und Betrie­be davon zu über­zeu­gen, auf ihren Gebäu­den Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen zu instal­lie­ren. Eine loka­le Pho­to­vol­ta­ik-Offen­si­ve nimmt die Bürger:innen bei der Ener­gie­wen­de mit und stärkt die loka­le Wirt­schaft. Dezen­tra­le Ener­gie­er­zeu­gung ent­las­tet die Net­ze. Städ­te wer­den unab­hän­gi­ger und kön­nen immer grö­ße­re Antei­le ihres Haus­halts­strom­be­darfs vor Ort erzeu­gen. So tra­gen alle enga­gier­ten Bür­ge­rin­nen in den jewei­li­gen Städ­ten aktiv zur Ener­gie­wen­de bei.

Partner des Wattbewerbs

Part­ner für den Watt­be­werb sind for Future-Grup­pen: Fri­days for Future, Par­ents for Future Ger­ma­ny, Sci­en­tists for Future Karls­ru­he, Sci­en­tists for Future Stutt­gart, Psy­cho­the­ra­pists for Future und Psy­cho­lo­gists for Future. Alle eint das Bewusst­sein, dass die momen­ta­nen poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen nicht zur Ein­hal­tung des Über­ein­kom­mens von Paris füh­ren wer­den. Die am 17.12.2020 vom Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te Novel­le des EEG reicht nicht dafür aus, dass die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ihren Bei­trag zur Errei­chung des 1,5‑Grad-Ziels des Pari­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­mens bis 2030 leis­ten wird.
Dabei hat die Ener­gie­wen­de in der Ver­gan­gen­heit schon ein­mal eine unge­ahn­te Dyna­mik ent­fal­tet. Dar­an möch­te Fos­sil Free Karls­ru­he wie­der anknüpfen.

Der Watt­be­werb for­dert Städ­te her­aus, die loka­le Ener­gie­wen­de durch den Aus­bau von Pho­to­vol­ta­ik vor­an­zu­trei­ben. Dabei kön­nen alle nur gewin­nen: Stadt­kli­ma, Bürger:innen und die loka­le Wirtschaft.

Hier geht’s zum Watt­be­werb.