Petitionen, Demonstrationen, Unterschriftensammlungen usw., die sich an die Zivilgesellschaft wenden

Dunkelflauten überbrücken: Warum wir jetzt ein Marktanreizprogramm für Langzeitspeicher brauchen

Deutschland steht vor einer historischen Weichenstellung: Wie sichern wir unsere Stromversorgung, wenn Wind und Sonne über Tage oder sogar Wochen ausbleiben? Ein breites Bündnis von Energieexperten schlägt ein kluges Marktanreizprogramm für Langzeitspeicher vor – doch ohne politischen Willen und öffentlichen Druck wird es nicht gelingen. Warum dieser Plan alternativlos ist und wie Sie ihn unterstützen können.

Die Energiewende ist in eine kritische Phase eingetreten. Während der Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken voranschreitet, fehlt eine entscheidende Komponente: Langzeitspeicher, die Dunkelflauten von bis zu drei Wochen überbrücken können. Doch der Markt allein wird dieses Problem nicht lösen – zu unattraktiv sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investoren. Ein breites Bündnis von Energieexperten um Eberhard Waffenschmidt, Rainer Doemen und Aribert Peters legt nun einen detaillierten Vorschlag für ein Marktanreizprogramm für Langzeitspeicher vor. Ihr Plan ist pragmatisch, technologieoffen und könnte den Durchbruch für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung bedeuten. Doch er braucht jetzt Unterstützung – von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Warum der Markt versagt

Kurzzeitspeicher wie Batterien boomen, weil sie durch häufige Ladezyklen wirtschaftlich sind. Langzeitspeicher hingegen werden nur selten abgerufen – ihre Investitionskosten pro Megawattstunde müssten daher um ein Vielfaches niedriger sein, um rentabel zu sein. Doch genau hier fehlen die Anreize. Zudem scheuen Kreditgeber das Risiko, in Technologien zu investieren, die nur alle paar Jahre zum Einsatz kommen. Ohne gezielte Förderung wird es keine Markteinführung geben – und damit auch keine Kostensenkung durch Skaleneffekte.

Der Plan: Ein Markt mit klaren Regeln

Das vorgeschlagene Programm setzt auf zwei Säulen:

  1. Bereitstellungspreis: Eine Vergütung für die reine Verfügbarkeit von Speicherkapazität, die Investitionen absichert.
  2. Arbeitspreis: Eine zusätzliche Vergütung für tatsächlich gelieferte Energie, die Anreize schafft, im Ernstfall lieferbereit zu sein.

Die Aktivierung der Speicherreserve erfolgt automatisch, sobald der Börsenstrompreis eine festgelegte Schwelle überschreitet – ein transparentes, marktgetriebenes Signal.
Besonders clever: Die Speicher dürfen auch am Tagesgeschäft teilnehmen, um ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Nur im Ernstfall müssen sie ihre volle Leistung für die Dunkelflaute reservieren.

Klimaneutralität und Technologieoffenheit

Ein zentraler Punkt des Vorschlags ist die klimaneutrale Ausrichtung. Nur Speicher, die nachweislich mit erneuerbaren Energien betrieben werden, kommen infrage. Das schließt Batterien, Biogas oder grünen Wasserstoff ein – und fördert gezielt Technologien, die mindestens drei Tage kontinuierlich Strom liefern können. Kurzzeitspeicher haben hier keine Chance, was die Entwicklung echter Langzeitlösungen beschleunigt.

Warum wir jetzt handeln müssen

Die Experten schlagen jährliche Auktionen vor, bei denen die Bereitstellungspreise für bis zu 15 Jahre festgelegt werden. Das gibt Investoren Planungssicherheit und ermöglicht einen schrittweisen Ausbau der Speicherkapazitäten. Doch der Plan steht und fällt mit der politischen Umsetzung. Die ersten Ausschreibungen sollen klein beginnen, um Erfahrungen zu sammeln – doch ohne öffentlichen Druck wird die Politik zögern.

Ihre Stimme zählt

Dieser Vorschlag ist eine Chance, die Energiewende endlich zu vollenden. Doch er braucht breite Unterstützung – von Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern. Unterstützen Sie den Aufruf zur Einführung eines Marktanreizprogramms für Langzeitspeicher! Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie die Politik auf, jetzt die Weichen für eine sichere, erneuerbare Stromversorgung zu stellen.

Also: Mitzeichnen und teilen!
Wählen Sie zunächst, ob Sie als Privatperson mitzeichnen wollen oder für eine Organisation (Unternehmen, Verein, Verband, …):

Quellen:

Zeit zum Handeln – Bildungskongress „Klimaneutrale Schulen“

Katholische Akademie Stapelfeld, Cloppenburg | 30. Juni 2026

Der Bildungskongress „Klimaneutrale Schulen“ hat deutlich gemacht: Die Herausforderungen des Klimawandels, die Zukunftsfähigkeit unseres Bildungssystems und die Entwicklung demokratischer Handlungskompetenz gehören untrennbar zusammen. Klimaneutrale Schulen sind weit mehr als ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie können Orte sein, an denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen, Selbstwirksamkeit erfahren und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln.

Die Beiträge aus Wissenschaft, Bildungsforschung, kommunaler Praxis und Schule zeigten eindrucksvoll, dass die notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, pädagogischen Konzepte und technischen Möglichkeiten bereits vorhanden sind. Entscheidend ist nun, diese Erkenntnisse konsequent in die Breite zu tragen und den begonnenen Transformationsprozess gemeinsam weiterzuentwickeln.

Kliamneutrale Schulen

Klimaneutrale Schulen als Orte gelebter Verantwortung

Ein zentrales Leitmotiv des Kongresses formulierte Margret Rasfeld mit den Worten: „Man muss Schülerinnen und Schülern etwas zutrauen.“ Dieser Satz beschreibt den notwendigen Kulturwandel in unserem Bildungssystem. Junge Menschen dürfen nicht nur über Zukunftsthemen lernen – sie müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Schule und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten.

Dabei beginnt Veränderung oft mit kleinen, konkreten Schritten. An vielen Schulen übernehmen Energie-Detektivinnen und -Detektive bereits Verantwortung für einen bewussten Umgang mit Energie. Sie zeigen, dass einfache Maßnahmen beim Heizen, Lüften und Ausschalten unnötiger Beleuchtung erhebliche Einsparungen ermöglichen. Die eingesparten Mittel schaffen finanzielle Spielräume für weitere nachhaltige Investitionen. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen, auch als Überdachungen gepflasterter oder asphaltierter Schulhofflächen. Das Beispiel aus Schaumburg hat eindrucksvoll gezeigt, dass auf diese Weise selbst finanzschwächere Kommunen neue Investitionsmöglichkeiten schaffen können. So wird sichtbar: Wer Schülerinnen und Schülern Verantwortung überträgt, stärkt ihre Selbstwirksamkeit und erzielt zugleich messbare Fortschritte auf dem Weg zur klimaneutralen Schule.

Die große Resonanz des Kongresses unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Themas. Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Wissenschaft, Kommunen, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung kamen beim Kongress zusammen. Sie tauschten Erfahrungen aus, knüpften neue Netzwerke und entwickelten konkrete Handlungsmöglichkeiten. Der vielfach geäußerte Wunsch nach einer Fortsetzung des Austauschs und einer bundesweiten Vernetzung unterstreicht den Bedarf, die begonnenen Initiativen weiterzuführen.

Der Kongress versteht sich deshalb als Ausgangspunkt eines gemeinsamen Prozesses. Ziel ist es, eine neue, ganzheitlich orientierte Arbeits- und Lösungsweise zu etablieren. Bildung, Klimaschutz, Gesundheit, Demokratiebildung sowie kommunale und gesellschaftliche Entwicklung sollen dabei als gemeinsame Zukunftsaufgabe verstanden werden.

Schulen brauchen politische Priorität

Als Fazit des Bildungskongresses ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag an Politik, Verwaltung und Gesellschaft:

Die Entwicklung klimaneutraler Schulen muss auf sämtlichen staatlichen Ebenen – Bund, Länder, Kreise, Städte und Gemeinden – sowie in allen demokratisch legitimierten Parteien und Wählervereinigungen zu einer politischen Priorität werden. Die erforderlichen Konzepte liegen vor, erfolgreiche Praxisbeispiele existieren, engagierte Schulen und Kommunen weisen den Weg. Was jetzt gebraucht wird, sind politische Entschlossenheit, verlässliche Rahmenbedingungen und der Wille, erfolgreiche Ansätze flächendeckend zu ermöglichen.

Klimaneutrale Schulen sind kein Zusatzprogramm. Sie verbinden Bildung, Klimaschutz, Gesundheit, Demokratiebildung und regionale Entwicklung zu einer gemeinsamen Zukunftsstrategie. Sie stärken junge Menschen darin, Verantwortung zu übernehmen, Herausforderungen zu bewältigen und gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten.

Aus den Erkenntnissen und Erfahrungen des Kongresses entsteht ein gemeinsamer Appell an alle Verantwortlichen. Sie sollen die politischen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für klimaneutrale Schulen schaffen.

Die Transformation unseres Bildungssystems gelingt nur durch gemeinsame Anstrengungen. Dafür müssen Bund, Länder, Kreise, Städte, Gemeinden, Politik, Verwaltung, Schulträger, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Schulen eng zusammenarbeiten.

Man muss Schülerinnen und Schülern etwas zutrauen.“ Dieser Satz von Margret Rasfeld bringt die zentrale Botschaft des Kongresses auf den Punkt. Ob als Energie-Detektivinnen und -Detektive, in Klima-AGs, Schülergenossenschaften oder im FREI DAY – überall dort, wo jungen Menschen Verantwortung übertragen wird, entstehen Selbstwirksamkeit, Innovationskraft und konkrete Lösungen. Darin liegt die Chance klimaneutraler Schulen – und zugleich ein Auftrag an Politik und Gesellschaft, die notwendigen Freiräume und Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Die Zeit des Erkenntnisgewinns ist weit fortgeschritten – jetzt ist die Zeit zum Handeln.

Den ausführlichen Kongressbericht mit den Vorträgen, Workshops und Ergebnissen finden Sie hier.

Drei zentrale Vorträge des Bildungskongresses stehen als Videoaufzeichnungen zur Verfügung:

Prof. Dr. Eicke R. Weber
Solarforscher
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 45 Minuten

Margret Rasfeld
Mitbegründerin und Geschäftsführerin von Schule im Aufbruch
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 45 Minuten

Dr. Christoph Stein
Gründer der Initiative „Klimaneutrale Schulen“
Vortrag auf YouTube ansehen – ca. 30 Minuten

Klimaneutrale Schulen 2035: Solare Bildung an Schulen

Wie können Schulen zu Schlüsseln der (Bürger-)Energiewende werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der bundesweite Kongress „Klimaneutrale Schulen 2035“, der am 30. Juni 2026 an der Akademie Stapelfeld im Landkreis Cloppenburg stattfindet.

Der Kongress nimmt damit auch das Konzept der Klimaschulen in den Blick: Schulen, die Klimaschutz nicht nur lehren, sondern im Schulalltag, in Projekten und in regionalen Netzwerken praktisch umsetzen.

Ziel des Kongresses ist es, Schulen in ganz Deutschland bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Dafür braucht es nicht nur technische Lösungen, sondern auch engagierte Schulgemeinschaften, neue Lernformate, kommunale Unterstützung und starke regionale Netzwerke. Der Kongress bringt Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Politik, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen und zeigt konkrete Wege für die Umsetzung auf.

Zu den Keynote-Speakern gehören der Energieforscher Prof. Dr. Eicke R. Weber, die Bildungsexpertin Margret Rasfeld sowie Dr. Christoph Stein.

Workshop für klimaneutrale Schulen.

Klimaneutrale Schulen mit dem Workshop „Solare Bildung an Schulen“

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den praxisorientierten Workshops. Einer davon ist der Workshop „Solare Bildung an Schulen – Praxisorientierte Energiewende-Bildung als Modell für Deutschland“ mit Katharina Blau (Solarcamp for Future) und Rainer Doemen (Redaktionsteam Runder Tisch Erneuerbare Energien).

Der Workshop greift auf Erfahrungen und Erkenntnisse mit dem Pilotprojekt „Solarcamp macht Schule als Projektwoche“ zurück, das im Landkreis Ahrweiler erfolgreich durchgeführt wurde. Schülerinnen und Schüler lernen dabei erneuerbare Energien nicht nur im Unterricht kennen, sondern setzen konkrete Projekte praktisch um – von Messungen und Experimenten mit Photovoltaik bis hin zur Planung und Umsetzung eigener Energiewende-Projekte.

Die Zusammenarbeit zwischen Rainer Doemen und dem Team von Solarcamp for Future ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch Vernetzung neue Lösungen entstehen können. Der Kontakt wurde über den Runden Tisch Erneuerbare Energien (RT-EE) hergestellt. Daraus entstand die gemeinsame Idee, die jeweiligen Stärken und Erfahrungen zusammenzuführen und Synergien zu heben.

Während Solarcamp for Future umfangreiche Erfahrungen in der Organisation von Solarcamps und praxisnaher Energiewende-Bildung einbringt, verfügt Rainer Doemen über ein gewachsenes Netzwerk zu Schulen, Kommunen, Handwerksbetrieben und weiteren regionalen Akteuren. Aus dieser Verbindung entstand das Modell „Solarcamp macht Schule“, das zeigt, wie Klimabildung, Berufsorientierung und Fachkräftegewinnung für die Energiewende erfolgreich miteinander verknüpft werden können.

Das Pilotprojekt im Kreis Ahrweiler hat gezeigt, wie junge Menschen durch praktische Erfahrungen Selbstwirksamkeit erleben und zugleich wichtige Zukunftskompetenzen erwerben. Genau solche Ansätze sollen auf dem Kongress vorgestellt, diskutiert und bundesweit weiterentwickelt werden.

Der Kongress versteht sich als Impulsgeber für eine deutschlandweite Bewegung. Denn die Energiewende ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch eine Bildungsaufgabe. Die Fachkräfte, die unsere Energieversorgung von morgen gestalten werden, sitzen heute in unseren Klassenzimmern.

Weitere Informationen zum Programm und zur Veranstaltung gibt es auf der Veranstaltungsseite im Niedersächsischen LernCenter (NLC).

🌍 Klimaschutzprogramm 2026: Warum die Pläne der Bundesregierung jetzt auf dem Prüfstand stehen

Die Bundesregierung hat ihr neues Klimaschutzprogramm vorgelegt – doch schon hagelt es Kritik. Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe halten es für rechtswidrig, während andere Organisationen vor den Folgen für die dezentrale Energiewende warnen. Was steckt dahinter? Und warum ist schnelles Handeln jetzt so wichtig? 🔍

Das Klimaschutzprogramm 2026: Ein Schritt vorwärts – oder ein Rückschlag?

Die Bundesregierung hat ihr Klimaschutzprogramm für 2026 beschlossen, das Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen festlegt. Doch kaum war es veröffentlicht, kam massive Kritik auf: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft der Regierung vor, mit dem Programm gegen geltendes Recht zu verstoßen. Sie kündigte bereits an, die Umsetzung gerichtlich anfechten zu wollen.

Doch das ist nicht der einzige Streitpunkt. Schon im Vorfeld hatten Mitgründer-Organisationen unseres Runden Tischs Erneuerbare Energien – darunter Bündnis Bürgerenergie (BBEn), Solarenergie-Förderverein Deutschland und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie – in einem gemeinsamen Appell vor den bremsenden Auswirkungen des geplanten Netzpakets auf die dezentrale Energiewende gewarnt. Statt kleiner, lokaler Lösungen drohe eine Zentralisierung der Energieversorgung – mit fatalen Folgen für die Klimaziele.

Warum die dezentrale Energiewende so wichtig ist

Die Energiewende gelingt nur, wenn Bürger:innen, Kommunen und Unternehmen selbst zu Akteur:innen werden. Dezentrale Lösungen wie Solaranlagen auf Dächern, Windräder in Bürgerhand oder lokale Speicherlösungen machen uns unabhängiger von fossilen Energien und beschleunigen den Ausbau erneuerbarer Energien.

Doch genau das steht auf dem Spiel: Wenn das Netzpaket die Hürden für kleine Erzeuger:innen erhöht, könnte der Ausbau erneuerbarer Energien gebremst werden – und damit auch die Erreichung der Klimaziele. Dabei bleibt uns keine Zeit: Die nächsten Jahre sind entscheidend, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Was jetzt passieren muss

Die Kritik zeigt: Das Klimaschutzprogramm 2026 ist kein Selbstläufer. Es braucht:
Rechtssicherheit – damit Klimaschutz nicht an Klagen scheitert.
Mehr Unterstützung für dezentrale Energielösungen – statt neuer Bürokratie.
Schnelle Korrekturen – denn die Uhr tickt.

Die Bundesregierung steht in der Pflicht, nachzubessern. Doch auch wir alle können etwas bewegen, indem wir uns in Energiegenossenschaften engagieren, auf Ökostrom setzen und die Kommunen auffordern, mehr für die Energiewende zu tun. Jede Kilowattstunde zählt!

CCS: Klimaschutz Fehlanzeige – Kosten gewaltig

Am 15.10.2025 stand die von der Bundesregierung geplante Novellierung des CCS-Gesetzes – mit dem Ziel eines großflächigen Einsatzes von CO2-Abscheidung und -Speicherung – im Mittelpunkt einer nicht öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses des Bundestags. Aus diesem Anlass protestierte das „Bündnis gegen CCS“ in Berlin: Vor dem Reichstagsgebäude übergab es dem Ausschussvorsitzenden Lorenz Gösta Beutin (Die Linke) einen von über hundert Organisationen unterzeichneten Offenen Brief mit dem Titel „CCS-Gesetz stoppen! Gemeinsam gegen den fossilen Irrweg! Echte Klimaschutzlösungen jetzt!“. Darin wird die CCS-Technologie als Irrweg kritisiert.

Protest des „Bündnis gegen CCS“ vor dem Reichstag in Berlin, Bild: © Jennifer Marke

Breites Bündnis protestiert in Berlin

Mit dabei waren die Bürgerinitiative gegen CO₂-Endlager (Schleswig-Holstein), die Bürgerinitiative „Saubere Umwelt & Energie Altmark“, BUND, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Forum Umwelt und Entwicklung, Greenpeace, Powershift und Urgewald.
Mit Transparenten und unterstützt vom Trommler „Mojo“ aus der Altmark setzten die Teilnehmenden ein lebendiges Zeichen gegen CCS – und für echten Klimaschutz durch den schnellstmöglichen, vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien.

Teuer, riskant, ineffektiv: Kritik an CCS

Übergabe der gesammelten Unterschriften an den Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta-Beutin
Übergabe des offenen Briefs an den Bundestagsabgeordneten Lorenz Gösta-Beutin, Bild: © Jennifer Marke

Laut einer Analyse des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) könnten sich die Subventionen für CCS in Großbritannien bis 2050 auf rund 450 Milliarden Euro summieren (Quelle). Für die in Deutschland geplanten Vorhaben sei mit deutlich höheren Beträgen zu rechnen. Unternehmen haben bereits signalisiert, dass sie staatliche Unterstützung benötigen.
Während für CCS – wie zuvor für LNG – ein „überragendes öffentliches Interesse“ festgeschrieben werden soll, fehlen solche Prioritäten für natürliche CO₂-Senken: etwa die Wiedervernässung von Mooren, humusfördernde Landwirtschaft oder eine nachhaltige Waldentwicklung.

CCS schützt fossile Geschäftsmodelle – nicht das Klima

Kritikerinnen und Kritiker bezeichnen CCS als gescheiterte Scheinlösung, die vor allem der fossilen Industrie zugutekomme. Aktuell stehe die Technik zudem im Kontext der von Ministerin Reiche geplanten neuen Gaskraftwerke mit 20 GW Leistung.
Der Bundesrat hat sich dagegen ausgesprochen, Gaskraftwerke an CCS anzuschließen, da mit erneuerbaren Energien eine CO₂-freie Alternative bereitsteht.
Auch in der öffentlichen Anhörung am 13.10.2025 zeigte sich eine Mehrheit der Sachverständigen einig: Gaskraftwerke sollten – entgegen der Regierungspläne – von der Novelle des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes ausgenommen werden (Quelle).

Echte Lösungen statt fossiler Umwege

Eine kompakte Darstellung der wichtigsten Argumente gegen CCS liefert der Artikel von Christfried Lenz „CCS-Gesetzgebung: Umkreist die Sonne die Erde doch?“, erschienen am 13.10.2025 im pv magazine. Die zentrale Botschaft des Bündnisses:

Statt Milliarden in riskante und teure CCS-Projekte zu lenken, braucht es klare Priorität für wirksamen Klimaschutz – durch konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien, Stärkung natürlicher Senken und eine schnelle Transformation unseres Energiesystems.

Gesellschaftliche Verknotungen überwinden

„Der Knoten“ – Monumentales Kunstwerk als Mahnung an die Menschheit!
Das Kunstwerk ist ein weltweit reichendes Symbol für die Verbundenheit von Kunst, Schöpfungsverantwortung und globaler Nachhaltigkeit
Bonn, 26. August 2025 – Mit der Skulptur „Der Knoten“ ist in Bonn ein Kunstwerk entstanden, das die drängendsten Fragen unserer Zeit unübersehbar macht. Das 4,2 Meter hohe Werk des Künstlers Omar Howeishan, enthüllt im Pfarrgarten von St. Laurentius, zeigt ein überdimensionales Seil, das sich zu einem Knoten verengt.
Es ist ein Sinnbild für die dramatische Entwicklung der Menschheit: Ein Seil, bekannt als nützlich und lebensdienlich, wird durch unser Verhalten immer enger zusammengezogen – bis es uns die Luft zum Atmen nimmt. „Ein kleiner Spalt lässt den Blick in den Himmel frei – als Zeichen, dass wir die Chance haben, den Knoten zu lösen“, erklärte der Künstler.

Zivilisatorische Sackgasse: Maximalrendite contra friedvolle, Generationen gerechte Zukunft
Das Werk symbolisiert über die Klimakrise hinaus die Fehlentwicklung unserer Zivilisation. Anstatt mit Verstand, Interesse und Neugier erdverträglich kommunikativ, partizipativ und ganzheitlich zu handeln, setzt die Menschheit allzu oft auf kurzfristige Maximalrenditen. Ein Handeln, das kurzfristigen Gewinn über Verantwortung für Mensch und Erde stellt, zerstört die Grundlagen einer lebenswerten Zukunft – und zieht den Knoten immer enger zu.
Papst Franziskus hat in seiner Enzyklika „Laudato Si“ deutlich gemacht, dass die Schöpfung kein Konsumgut, sondern ein gemeinsames Haus ist, das wir bewahren müssen. Auch diese Botschaft spiegelt die Skulptur im Pfarrgarten wider: Sie ruft dazu auf, ökonomisches Handeln an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen auszurichten und eine globale Kreislaufwirtschaft aufzubauen.

Hoffnung durch gemeinsames Handeln
Der notwendige Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensweise kann nicht durch individuelles Konsumverhalten gelingen, sondern nur durch gemeinsames, kommunikatives und partizipatives Handeln vieler. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Bürgerenergie: Sie zeigt, welche Kraft entsteht, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, gemeinsam in nachhaltige Projekte investieren und im Genossenschaftswesen gerecht profitieren.
„Ich bin überzeugt, dass wir durch Bürgerengagement und Bürgerinvestitionen den entscheidenden Beitrag leisten können“, betonte Rainer Doemen, langjähriger Mitgestalter des Runden Tisches Erneuerbare Energien. „Bürgerenergie macht sichtbar, dass gemeinsames Handeln nicht nur möglich ist, sondern auch eine enorme Wirkung entfalten kann – und genau diese Haltung brauchen wir, um Klimawandel und Umweltzerstörung wirksam aufzuhalten.“

Bonn sendet Signal – Hoffnung bleibt
„Möge uns dieses Werk daran erinnern, dass unser gemeinsames Haus beschädigt ist – und dass wir in der Verantwortung stehen, seinen Fortbestand zu sichern“, mahnte Diakon Ralf Knoblauch.
Auch Bonn versteht die Skulptur als Mahnung und Auftrag erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner: „Das Kunstwerk ist ein eindrucksvolles Symbol für die globale Klimakrise. Es ist zugleich Mahnmal und Zeichen der Hoffnung. Und es erinnert uns daran, dass wir gemeinsam die Herausforderungen der Klimakrise angehen müssen. Um Bonn bis 2035 klimaneutral zu machen, sind große und gemeinsame Anstrengungen nötig von der gesamten Stadtgesellschaft, von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Der vom Rat beschlossene Bonner Klimaplan ist unser Fahrplan dafür.“
So wird der Pfarrgarten von St. Laurentius zu einem Ort von globaler Bedeutung: „Der Knoten“ vereint künstlerische Kraft, spirituelle Mahnung und gesellschaftliche Ermutigung – und macht deutlich, dass die Menschheit noch die Wahl hat, ihre Zukunft zu retten.

Fotograf: Jürgen Häffner

Siehe auch den Artikel „Knoten im Pfarrgarten“ von Helmut Lorscheid

im „Beueler-Extradienst“ vom 3. September 2025 https://extradienst.net/2025/09/03/knoten-im-pfarrgarten/

Solarcamp macht Schule: Ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Nachahmer verdient

Was passiert, wenn man engagierte Schüler, tatkräftige Handwerksbetriebe und eine visionäre Idee zusammenbringt? Im Kreis Ahrweiler entstand daraus ein echtes Leuchtturmprojekt: In nur einer Woche bauten Jugendliche einen Solarcarport und erhielten so nicht nur Einblicke in klimafreundliche Technologien, sondern auch in ihre eigene berufliche Zukunft. Ein Erfolgsmodell, das zeigt, wie die Energiewende praktisch und begeisternd in den Schulalltag integriert werden kann.

Premiere in Ahrweiler: Von der Theorie zur Praxis in nur einer Woche

Die Energiewende braucht Hände, die anpacken, und Köpfe, die für nachhaltige Technologien brennen. Genau hier setzt die Initiative „Solarcamp macht Schule“ an, die kürzlich als deutschlandweite Premiere am Gymnasium und der Realschule Calvarienberg eine erfolgreiche Projektwoche durchführte. Weit mehr als nur theoretischer Unterricht stand auf dem Programm: Über 20 Schülerinnen und Schüler planten, schraubten und installierten unter fachkundiger Anleitung und bauten mit eigenen Händen einen voll funktionsfähigen Solarcarport für E-Bikes.

Eine praktische Antwort auf den Fachkräftemangel

Das Projekt ist eine direkte Antwort auf eine der größten Herausforderungen der Energiewende: den Fachkräftemangel. Die Initiative „Solarcamp macht Schule“ geht dieses Problem an der Wurzel an. Statt auf klassische Camps zu warten, kommt das Solarcamp direkt in die Schulen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Berufe in der Energiewende zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass das Handwerk spannend, sinnstiftend und zukunftsrelevant ist. Die Erfahrung gibt den Initiatoren recht und zeigt, dass solche praxisnahen Einblicke wirken.

Starke Partner für ein starkes Projekt

Was dieses Projekt im Kreis Ahrweiler zu einem echten Vorzeigeprojekt macht, ist die nahtlose Verbindung von Theorie und Praxis sowie die beispielhafte Zusammenarbeit. Engagierte Lehrkräfte, die Schulleitungen, die Kreisverwaltung Ahrweiler, der Runde Tisch Erneuerbare Energien, die Initiative Solarcamp 4 Future und regionale Partner wie die beiden Handwerksbetriebe Hanisch Holzbau-Bedachung GmbH & Co. KG und EnergieGewinn GmbH sowie die Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ zogen an einem Strang.
Die Schülerinnen und Schüler erlebten nicht nur, wie eine PV-Anlage entsteht, sondern auch, wie durch Kooperation und gemeinsames Engagement Großes bewirkt werden kann.

Ein Modell, das Schule machen sollte

Das Konzept ist bewusst modular aufgebaut und kann flexibel eingesetzt werden – von kurzen Workshops bis zu einwöchigen Projekten wie diesem. Die Premiere in Ahrweiler hat eindrucksvoll bewiesen, dass dieses Modell funktioniert. Es verbindet Klimaschutzbildung mit handfester Berufsorientierung und gibt jungen Menschen eine greifbare Perspektive in Zukunftsbranchen. „Solarcamp macht Schule“ ist somit mehr als nur ein gelungenes Einzelprojekt. Es ist eine Blaupause, die bundesweit Schule machen sollte, um die nächste Generation für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu gewinnen und die Energiewende mit der nötigen Tatkraft zu beschleunigen.

CCS enttarnt: Warum CO₂-Speicherung keine Lösung ist – sondern ein Risiko

Kohlendioxid einfangen, speichern oder gar als Rohstoff nutzen – Technologien wie CCS und CCU werden zunehmend als Baustein im Kampf gegen die Klimakrise diskutiert und von der Politik gefördert. Doch können sie dieses Versprechen wirklich halten?

Webinar: "CCS enttarnt: Warum CO₂-Speicherung keine Lösung ist – sondern ein Risiko"

Kohlendioxid-Emissionen sind hauptverantwortlich für die Klimakrise. Wie schön wäre es, wenn wir sie einfach zum Verschwinden bringen könnten! Die Erfüllung dieses Traums verspricht ein Konzept namens CCS. Kohlendioxid soll aus der Atmosphäre oder aus Abgasströmen herausgefiltert und dann in Endlagern verwahrt werden. Oder, noch besser: Es soll als Rohstoff in der Chemieindustrie Verwendung finden – in derselben Chemieindustrie, die es bisher noch in großen Mengen als Abfall produziert. Das nennt sich dann CCU.

Spätestens mit dem Koalitionsvertrag ist klar, dass die neue Bundesregierung sich von diesen Ideen viel verspricht. Ganze Industriezweige sollen mit Hilfe von CCS und CCU “klimaneutral” werden, also nicht mehr CO2 in die Luft entlassen, als sie an anderer Stelle wieder einfangen. Kann das funktionieren? So viel wollen wir an dieser Stelle spoilern: Nein.

Seien Sie dabei am Montag, den 12. Mai 2025, um 18:00 Uhr, wenn unsere Expert*innen Dr. Bernhard Weßling und Kerstin Meyer ihre Analysen zu Thermodynamik, Nachhaltigkeit und politischer Schönrechnung von CCS/CCU in dem von PowerShift organisierten Webinar präsentieren und zur Diskussion stellen.

Dr. Bernhard Weßling hat sich die Sache ganz grundsätzlich angeschaut, und zwar auf der Ebene der Thermodynamik. Was bedeutet es eigentlich, wenn es heißt, CCS und CCU benötigen viel Energie? Was geschieht, wenn Kohlendioxid erst erzeugt und dann wieder eingefangen wird? Kann es einen “nachhaltigen” technischen Kohlenstoffkreislauf überhaupt geben? Und was bedeutet „Nachhaltigkeit“ eigentlich genau, wie können wir sie objektiv beurteilen bzw. sogar messen?
In diesem Webinar stellt er seine Erkenntnisse vor und zur Diskussion. Das Ergebnis seiner Analyse: CCS, DAC, CCU sind alles andere als nachhaltig, sie werden massive Kollateralschäden in der Umwelt verursachen.

Die große Frage, die danach bleibt: Wie kann es sein, dass diese Technik dennoch als Option für den Klimaschutz gilt? Kerstin Meyer schaut mit uns in aktuelle und geplante Regelwerke und erklärt, wie CCS (und CCU) auf dem Papier systematisch schöngerechnet werden und warum auch hypothetisches CCS gefährlich für den Klimaschutz ist.

Zu den Referent*innen:

  • Dr. Bernhard Weßling ist Chemiker, Unternehmer, Naturforscher und Autor (zuletzt erschienen: “Was für ein Zufall! Zum Ursprung von Unvorhersehbarkeit, Komplexität, Krisen und Zeit”, SpringerNature 2025)
  • Kerstin Meyer ist die Leiterin Wirtschaft und Finanzen beim BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Moderation:

Neelke Wagner, Referentin für Klima- und Ressourcengerechtigkeit bei PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V.

Breite Allianz für Klimaschutz: Appelle an die künftige Regierung

Kurs halten bei Klima und Demokratie: Das fordern über 150 Stiftungen und 12.000 Wissenschaftler:innen von der künftigen Regierung. Erfahren Sie mehr über die gemeinsamen Forderungen nach Einhaltung von Klimagesetzen, sozialer Gerechtigkeit und faktenbasierter Politik.

Alarmstufe Klima: Stiftungen und Wissenschaft fordern Kurswechsel von der Politik!

Deutschland steht am Scheideweg – und zwei gewichtige Stimmen erheben sich mit einer unmissverständlichen Botschaft an die künftige Bundesregierung: Schluss mit Zögern beim Klimaschutz! Sowohl über 150 einflussreiche Stiftungen als auch ein Heer von über 12.000 Wissenschaftler:innen schlagen in separaten, aber inhaltlich verblüffend ähnlichen Appellen Alarm.

Ihre gemeinsame, dringende Forderung: Hände weg von bestehenden Klimaschutzgesetzen und dem Pariser Abkommen! Jeder Versuch, diese aufzuweichen, sei eine Gefahr für unsere Zukunft. Doch es geht um mehr als nur CO2-Ziele: Beide Gruppen betonen eindringlich, dass eine starke Demokratie das Fundament für jeden wirksamen Klima- und Umweltschutz ist. Ohne sie? Keine Chance!

Die Zeit drängt. Deutschland und die EU müssen jetzt ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen und die Klimakrise entschlossen, fair und bezahlbar angehen.

Wollen Sie wissen, was genau dahintersteckt?

  • Der Appell „Kurs halten!“ der Stiftungen: Welche fünf unverhandelbaren Grundpfeiler sehen über 150 Stiftungen als Fundament für Deutschlands Zukunft? Warum ist jetzt der entscheidende Moment zum Handeln und wie verbinden sie Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit?
  • Der Appell der Wissenschaft an die Politik: Welche wissenschaftlich fundierten Schritte fordern über 12.000 Expert:innen? Warum duldet die Klimakrise absolut keinen Aufschub mehr und wie sieht ihre Roadmap für den Ausstieg aus fossilen Energien und eine nachhaltige Wirtschaft aus?

Appell anläßlich der Bundestagswahl 2025


Milliarden Menschen müssen gemeinsam den Energiesystemumbau antreiben – lasst uns bei der Bundestagswahl für mehr Klimaschutz stimmen und eine nachhaltige Zukunft sichern!

APPELL zur Bundestagswahl am 23. Februar 2025

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

WARUM bedarf es uns als bewusst handelnde Energie-Bürger?

Unser Handeln in unserem gewohnten zivilisatorischen Lebensalltag benötigt ENERGIE. Energie muss also bedarfsgerecht für uns alle bereitstehen. Verwenden wir für unsere zivilisatorische Lebensweise fossile Brennstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) als Energie-Bereitstellungs-Quellen, produzieren wir damit Treibhausgasemissionen.

Doch vor allem in den Industriestaaten – wie auch Deutschland – führt eine fortlaufende gigantische Menge menschengemachter CO₂-Emissionen zur globalen Erwärmung unseres Planeten mit der Folge ansteigender verheerender Umweltkatastrophen, so vor Kurzem in Valencia (Spanien). Um unsere zivilisatorische Lebensweise bestmöglich fortführen zu können, messen wir unser nationales Treibhausgas-Budget. Schlimm ist: Wir haben unser nationales Budget bereits aufgebraucht, bemessen an der Einhaltung der 1,5°C-Grenze Erderwärmung von Paris.

Eine Studie im Auftrag des BMWK kommt zu dem Ergebnis, dass die Folgekosten des menschengemachten Klimawandels unvorstellbar hoch ausfallen: Bis 2050 fallen danach zwischen 280 und 900 Mrd. Euro an Klimawandel bedingten Folgekosten an. In diese unvorstellbar hohe Geldsumme sind Werte NICHT eingerechnet für gesundheitliche Beeinträchtigungen, Todesfälle durch Hitze und Überflutungen, die Belastung von Ökosystemen, den Verlust von Artenvielfalt und eine schlechtere Lebensqualität.

Diese erschreckend hohen Folgekosten müssen aus von uns erwirtschafteten Steuermitteln beglichen werden. Relevante Steuereinnahmen für andere Aufgaben staatlichen Handelns fehlen uns demzufolge. Für vorausschauendes, dem Klimawandel entgegenwirkendes Handeln setzen wir im Vergleich dazu viel zu niedrige Geldbeträge und Erfolg versprechende Umsetzungsstrategien ein.

Wir, Milliarden Menschen auf dieser Erde, müssen den Umbau des Energiesystems von fossil-nuklear und zentral selbst miteinander angehen. Weder Regierende noch Politiker noch die Konzern gelenkte Rohstoff-, Chemie-, Stahl- oder Zementindustrie noch die Plastik-Industrie haben mit ihrer Macht und ihrem weltweit sehr hohen Einfluss ein Interesse, das hohe Potential von informiertem und willigem Bürgerengagement am Machtfaktor Energie teilhaben zu lassen.

Lasst uns daher bitte mit der starken Kraft unseres Bürger-Engagements die kommende Bundestagswahl zu einer Klimaschutz-Wahl machen! Jede dazu passend gesetzte Wählerstimme ist richtungsweisend, um eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für uns und kommende Generationen klar einzufordern.