Runder Tisch - Erneuerbare Energien
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Schlagwortarchiv für: 100% erneuerbar

Beiträge

Stoppt Atom und Gas

24. Dezember 2021/in Aktionen, Politik und Gesetzgebung /von Beate Petersen

In der EU gibt es Bestrebungen, die Energieerzeugung aus Atom und Erdgas noch lange fortzusetzen. So sollen beide Energieformen in der EU-Taxonomie als nachhaltig und damit förderungswürdig eingestuft werden. Die Entschedung darüber ist am 22. Dezember 2021 auf das kommende Jahr verschoben worden.

Wie wir schon in unserer Pressemeldung vom 9. Dezember erwähnt haben, ist dieser Vorstoß „eine Kampfansage der alten Energiemächte an die Adresse der regenerativen Industrien“. Jeder Euro, der für Atom und Gas ausgegeben wird, fehlt der schnellen Entwicklung der Erneuerbaren Energieerzeugung.
Da nun die Entscheidung verschoben worden ist, besteht noch weiter die Gelegenheit, sich der Petition von Sven Giegold anzuschließen, die das Greenwashing stoppen will.

In diesem Zusammenhang erscheint auch die Suche nach einem Endlager für atomaren Müll in Deutschland in einem neuen düsteren Licht. Lesen Sie dazu den Beitrag unseres RT-Mitglieds Christfried Lenz im Online-Magazin „pv-magazine“.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/11/2017-11-06-eu-parlament.jpg 575 1023 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2021-12-24 18:33:582022-02-28 19:55:22Stoppt Atom und Gas

Klimaschutz – zu teuer?

4. Dezember 2021/in Politik und Gesetzgebung /von Beate Petersen

Immer wieder ist davon die Rede, dass Klimaschutz nicht bezahlbar sei. Fridays for Future räumt mit diesem Missverständnis auf und zeigen, dass kein Klimaschutz noch viel teurer ist.

Lesen Sie die Stellungnahme, um zu erfahren, dass
– die Erzählung vom zu teuren Klimaschutz ein Märchen ist,
– vorhandene Gelder nicht den fossilen Energien, sondern den Erneuerbaren zugute kommen müssen,
– Investitionen in Erneuerbare auch Arbeitsplätze schaffen.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/FFF-Logo.png 174 174 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2021-12-04 21:31:002022-02-28 19:55:54Klimaschutz – zu teuer?

Zukunft – schaffen wir heute

12. August 2021/in Politik und Gesetzgebung /von Jürgen Voskuhl

Am vergangenen Montag, dem 9. August 2021, hat das IPCC den 1. Teil seines 6. Sachstandsbericht veröffentlicht. Dieser Teil trägt den Titel „Climate Change 2021: The Physical Science Basis“. Es geht also darin um die physikalischen Grundlagen zum Klimawandel.

Lesen Sie hier unsere Stellungnahme dazu.

Bild/Quelle: Solarenergieförderverein Deutschland e. V.

Die dramatischen Wetterextreme mit Hochwasserkatastrophen in Deutschland, China, Indien, Afrika und Rekord-Bränden im Mittelmeerraum, in Kanada und im Westen der USA zeigen, dass wir auf Kräfte setzen müssen, die verstanden haben und zukunftsfähig umsteuern wollen!
Wissenschaftlich klar formulierte Fakten – wie im kürzlich veröffentlichten IPCC-Bericht – sind zu beachten und vielfältige Empfehlungen, um die Arten- & Klimakatastrophe noch abzumildern, müssen schnellstmöglich in politische Rahmensetzungen münden und von uns allen gemeinsam umgesetzt werden (wollen).

Klartext im aktuellen IPCC-Bericht/AR6 WGI Report

  • Die Wissenschaft ist sich sicherer denn je: Der Einfluss des Menschen ist eindeutig für die Erwärmung von Atmosphäre, Ozean und Landflächen verantwortlich. Wir Menschen versetzen den Planeten in einen dauerhaft veränderten Zustand.
  • Die Wissenschaftler sind sich einig, dass in naher Zukunft zusätzlich zum CO₂-Ausstoß auch der Ausstoß weiterer Treibhausgase gesenkt werden muss, insbesondere des extrem klimaschädlichen Methans.
  • Im Hier und Jetzt aktiv zu werden ist billiger, als später die Kosten der Untätigkeit beim Klimaschutz zu bezahlen. Die Bundesregierung und Regierungen weltweit müssen aufgefordert werden – wir brauchen transparente Klimaschutzpläne!
  • Jedes Zehntelgrad Erwärmung ist ein Risiko für uns und unsere Erde. Jede Maßnahme zur Begrenzung der Emissionen bringt uns dagegen einen Schritt näher an eine sichere und lebenswerte Zukunft.
  • Schnelle Veränderungen sind nötig, damit die weltweiten Emissionen bis 2030 halbiert werden können. Warten ist keine Option.

Text Kernaussagen/Quelle: Klima-Allianz Deutschland

100% EE bis 2030

Auch wir am bundesweiten „Runden Tisch Erneuerbare Energien“ (RT-EE) wissen seit Jahren, dass der Umbau der Energiewirtschaft auf Erneuerbare Energien „alternativlos“ ist und schnellstmöglich erfolgen muss. Deshalb unterfütterten wir unseren dort am 8. Mai 2020 einstimmig verabschiedeten Leitsatz: „100% EE bis spätestens 2030“ mit kurzen Arbeitspapieren zur Energie-, Wärme- und Verkehrswende. Unsere Empfehlungen – von über 25 dort regelmäßig beratenden Initiativen/NGOs – an die Gesetzgebenden sind zeitnah umsetzbar. Diese unterstützen das gemeinsame Ziel, die Arten- Klimakrise prioritär auf die politische Agenda zu setzen und deren Abmilderung tatkräftig mit umzusetzen, um das Ausmaß von Klima-Katastrophen (aktuell: z. B. die Flutkatastrophe im Landkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler mit weit über 150 Todesopfern) abzuschwächen, beziehungsweise auf weitere Klimakatastrophen bestmöglich vorbereitet zu sein.

Wiederaufbau nur erneuerbar und gemeinsam

Dies und der Wiederaufbau gehen nur erneuerbar und gemeinsam. Auf dazu aktuell erfolgte Aktivitäten der am RT-EE engagierten Initiativen/NGOs nehmen wir Bezug. Dabei sind die über Jahrzehnte gewachsene Expertise und Netzwerke ebenso unverzichtbar… wie die Umsetzung wichtiger gesetzlicher Rahmen auch zu nutzen und schnellstmöglich umzusetzen.

Klimaschutz machen statt „weiter so“

Längst schon zeigen NGOs Alternativen auf – einige Beispiele, von denen es viele mehr gibt:

  • Bündnis BürgerEnergiE e. V./BBEn & BUND: EU-Beschwerde „Wir nehmen die Untätigkeit der Bundesregierung nicht länger hin“
  • Bund der Energieverbraucher/BdEV: Erhalt der EnergieAgentur.NRW
  • Energy Watch Group/EWG: Zur das EEG ergänzenden Kombikraftwerksvergütung  
  • Eurosolar e. V.: Regenerative Dekade und bereits im November 2015: Resolution für NEMO
  • Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.: Infobroschüre „Energiewende bis spätestens 2030“ und Aktionen „Energiewende2030“

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/08/100-Prozent-EE-Post.png 1680 2078 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2021-08-12 18:51:402021-08-16 13:43:43Zukunft – schaffen wir heute

Flutkatastrophe: Wiederaufbau ja – und zwar erneuerbar!

31. Juli 2021/in Aktionen /von Jürgen Voskuhl

Zerstörung und Verluste, die die Flutkatastrophe in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden verursacht hat, sind verheerend. Die Schäden zeigen uns, dass die Klimakrise viel näher ist, als wir uns das bisher vorstellen konnten.
Was muss sich an der Energieversorgung und dem Energiesystem ändern? Wie können wir alle dazu beitragen?

  • Hochwasser Altenahr-Kreuzberg
    Hochwasser bei Altenahr-Kreuzberg

Wir als Nichtbetroffene können nur ahnen, was Menschen empfinden, deren Freunde oder Bekannte plötzlich aus dem Leben gerissen wurden oder sogar bislang vermisst sind. Ganz Viele haben ihr Zuhause und ihr komplettes Hab und Gut verloren. Auch Haustiere sind ertrunken. Es ist schrecklich und furchtbar traurig.
Wir sprechen insbesondere den trauernden Familien unser Mitgefühl aus.

Hoffnungsschimmer bringt die Gemeinschaftsbildung, die in der Katastrophe stattgefunden hat. Bevor Hilfskräfte anrückten, teilten Nachbarn ihren letzten Kaffee miteinander oder kümmerten sich um die Rollstuhlfahrerin von nebenan.

Staatliche Ebenen sind ihrer Fürsorgepflicht offenbar nur mangelhaft gerecht geworden. Da ist Luft nach oben. Ganz großer Dank und Respekt gebührt allen, die beim Bergen und Aufräumen tatkräftig mit anpacken – insbesondere den Hilfskräften, die bis zur Erschöpfung im Dauereinsatz waren und sind und ihr eigenes Leben riskierten, um Menschen zu retten. Dank auch allen Helfer, die spontan aus dem ganzen Land anreisten, um zu helfen, mit anzupacken und zu spenden.

Ist „alles so wie früher“ wirklich sinnvoll?

Mit ein wenig zeitlichem Abstand zur Katastrophe rückt der Wiederaufbau in den Fokus.

Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Versicherungswirtschaft sagt ganz klar, dass die Häufigkeit und Intensität derartiger Unwetter in Deutschland bereits zugenommen hat und eine weitere Zunahme zu erwarten ist.
Also: eine derartige Flutkatastrophe kann sich jederzeit wiederholen und auch noch schlimmere Auswirkungen haben. Wenn in den Medien von einem „Jahrhunderthochwasser“ gesprochen wird, kann dieses „Jahrhundert“ schon morgen vorbei sein!

Bei Reparaturen und Neuaufbau ist diese Zukunftsaussicht unbedingt zu berücksichtigen!

Das konventionelle Energiesystem hat in zweifacher Hinsicht versagt

  • 80% der Treibhausgase stammen aus der fossilen Energieerzeugung. Sie ist also hauptverantwortlich für die Klimaerhitzung und damit Grundverursacher der aktuellen Katastrophe.
  • Die konventionelle Energieversorgung ist zentralistisch strukturiert, das System wurde bei der Flutkatastrophe schwer beschädigt. Dieselgeneratoren sind auch nur ein Notbehelf.
    Tausende von Kunden warten also nun hilflos auf die Wiederherstellung der Energieversorgung, ohne zu wissen, wie lange dies dauern wird.

Erneuerbare Energien haben erhebliche Vorteile

  • Erneuerbare Energien erzeugen keine Treibhausgase.
  • Das auf erneuerbare Energien basierende neuen Energiesystem besitzt eine dezentrale Struktur.
    Das Haus, das eine PV-Anlage auf dem Dach und Batterien mit Laderegler und Wechselrichter auf dem Dachboden hat, ist unabhängig: Solange nicht das ganze Gebäude zusammenbricht, ist die Stromversorgung gewährleistet.
  • Erneuerbare Energien sind resilienter: Selbst der extreme Regen hat PV-Anlagen nicht beschädigt.

Was jetzt zu tun ist

Aus dem Gesagten ergeben sich unsere nachfolgenden Empfehlungen für die betroffenen Menschen vor Ort.
Nichtbetroffene bitten wir, unsere Forderungen zu unterstützen:

  • Hausbesitzer können eigenaktiv werden und sich unabhängig machen, statt auf die Wiederherstellung der zentralistischen Versorgung zu warten – im Interesse des Klimas und der eigenen Sicherheit!
    Die solidarische Zusammenarbeit in der schlimmsten Not und jetzt beim Aufräumen kann sich verstetigen durch gemeinsame nachbarschaftliche Stromversorgung durch erneuerbare Energien.
    Eine Petition im Internet fordert genau das. Unterstützen Sie die Petition!
  • Ebenso wie das konventionelle zentralistische Stromsystem hat sich der Staat als zuverlässiger Katastrophenschützer disqualifiziert. Offenbar ist – in Zeiten des Klimawandels – auf die bisherigen Strukturen kein Verlass mehr. Eigeninitiative und Nachbarschaftshilfe werden umso wichtiger!
  • Die Menschen in den Katastrophengebieten müssen jetzt fachlich beraten werden, wie die dezentrale Versorgung mit erneuerbarem Strom, und mit Wärme durch Wärmepumpen und Solarthermie praktisch aufzubauen ist. Hierfür sind die Energieagenturen der beiden am schwersten betroffenen Länder prädestiniert, also die Energieagentur Rheinland-Pfalz und zurzeit auch noch die EnergieAgentur.NRW.
    Die Landesregierung in NRW hat beschlossen, die EnergieAgentur.NRW zum 31.12.2021 aufzulösen. Gerade jetzt, nach der verheerenden Flutkatastrophe (die sich jederzeit wiederholen kann!), sehen wir ganz deutlich, wie wichtig diese Organisation ist. Denn die Menschen, die Kommunal-Verwaltungen und die Wirtschaft in den Katastrophengebieten brauchen dringend eine kompetente Energieberatung.

 

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/07/Hochwasser_Altenahr_Kreuzberg.jpg 820 1280 Jürgen Voskuhl https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Jürgen Voskuhl2021-07-31 17:19:392021-08-23 19:32:23Flutkatastrophe: Wiederaufbau ja – und zwar erneuerbar!

100% EE bis 2030 ganz praktisch

1. April 2021/in Handlungsfelder /von Beate Petersen

Die am Runden Tisch aktiven EE-NGOs haben ein Papier erarbeitet, in dem sie bereits erfolgreiche Praxisbeispiele zusammenstellen, die ihrerseits zeigen, was heute schon machbar ist: dass 100% Energie aus Erneuerbaren Quellen (EE) bis 2030 realistisch sind.

Zwischen „100% EE bis 2030“ und den Klimazielen der Politik klafft ein Abgrund.

Aber auch Teile der Klimaschutzbewegung betrachten die Zahl 2030 als unrealistisch und nennen spätere Zeitpunkte, um nicht als Illusionisten zu gelten. So sei es einfach schon von den verfügbaren Arbeitskräften her unmöglich, den Ausbau der Erneuerbaren derart voranzutreiben, dass bis 2030 die 100% erreicht werden.

Der RT ist der Auffassung, dass das vom Klimaschutz her erforderliche Ziel auf jeden Fall gesetzt werden muss. Auch können in der Zukunft Dinge geschehen, die heute noch unvorstellbar sind. – Wer hätte die mit „Corona“ begründeten Veränderungen je für möglich gehalten? In einem Papier stellen die Autorinnen Grunow-Eysell, Petersen und Lenz realisierte Projekte vor. Eine Zusammenfassung finden Sie auch hier.

Beispielhaft sei hier der Rhein-Hunsrück-Kreis genannt, der seit 1999 an der Energieautonomie arbeitet. In dieser Präsentation ist die Entwicklung dargestellt, unterfüttert mit weiterführenden Links.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/04/Lenz-Wind.jpg 434 506 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2021-04-01 21:50:532022-02-28 19:52:56100% EE bis 2030 ganz praktisch

Studien zu den Möglichkeiten, bis 2030 zu 100% Erneuerbaren Energien zu kommen

26. Februar 2021/in Wissenschaftl. Themen /von Beate Petersen

In diesem Artikel möchten wir Sie mit Studien bekannt machen, die die Möglichkeit untersuchen, so frühzeitig wie möglich zu einer 100%igen Versorgung mit erneuerbaren Energien zu kommen. Sie haben nicht alle das Jahr 2030 zum Ziel. Wenn sich die Politiker aber auf die Erkenntnisse und Empfehlungen in diesen Studien verständigen könnten, dann wäre schon viel auf dem Weg bis 2030 gewonnen.

Saubere Revolution 2030

2014 erschien von Tony Seba in den USA das Buch „Clean Disruption of Energy and Transportation“. Darin beschreibt er in 10 Kapiteln, „wie das Silicon Valley mit disruptiven Technologien und Geschäftsmodellen Kohle, Uran, Erdöl, Erdgas traditionelle Energieversorger und konventionelle Autos verdrängt.“ Er sagt vorher, dass der Umbruch bis 2030 im Wesentlichen passiert sein wird.

Die Übersetzung des Buchs hat rund 250 Seiten, wurde 2017 von MetropolSolar unter dem Titel „Saubere Revolution 2030“ veröffentlicht und ist bei MetropolSolar auch zu beziehen. Die „Saubere Revolution 2030“ gibt eine Orientierung für alle, die wissen wollen, wie denn der Umbau unseres Energie- und Verkehrssystems in so kurzer Zeit funktionieren soll. Tony Seba nimmt die Leserin mit hinein in die Geschichte der Disruptionen, z, B. wie die Digitalkamera den Fotoapparat mit dem Zelluloidsteifen abgelöst hat und erklärt, warum der Durchbruch der erneuerbaren Energien ähnlich gründlich und schnell passieren wird. „Wer verstehen will, wie Solarenergie, autonom fahrende Elektroautos und andere exponetiell wachsende Technologien in ein Zeitalter sauberer, dezentraler und partizipativer Energie und Mobilität führen, muss dieses Buch lesen.“

SolarStrategie

MetropolSolar hat im Februar 2020 außerdem eine Kurz-Studie mit dem Titel „SolarStrategie“ veröffentlicht, die zeigt, warum in der Nutzung des Solarpotentials der Schlüssel zur Energieautonomie liegt und darin wiederum der wichtigste Hebel für eine schnelle Energiewende überhaupt. Denn es sind die Flächen dafür vorhanden, die Preise für die Module sinken ständig, und die Menschen können ihre Energieversorgung zum allergrößten Teil selbst in die Hand nehmen. Der Hauptteil der Veröffentlichung ist nur vier Seiten lang. Es lohnt sich auch die umfangreichen Fußnoten gründlich zu lesen – eine Fundgrube mit dicht gepackten Informationen. Die Studie kann bei MetropolSolar bezogen werden.

Die Kombikraftwerksvergütung

Im April 2020 brachten Hans-Josef Fell und Thure Traber von der EnergyWatchGroup „Eckpunkte für eine Gesetzesinitiative zur Systemintegration Erneuerbarer Energien“ heraus. In ihrem Kern beinhalten die Eckpunkte einen „Gesetzesvorschlag für die Einführung einer sogenannten Kombikraftwerksvergütung“. Sie zeigen, wie eine systemdienliche Vollversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien für die Netze heute schon möglich ist. Das Schreckgespenst der „Dunkelflaute“ kommt darin nicht vor.

Studie des DIW und der TU Berlin

Die Studie vom Mai 2021 heißt 100% erneuerbare Energie für Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von Dezentralität und räumlicher Verbrauchsnähe – Potenziale, Szenarien und Auswirkungen auf Netzinfrastrukturen. Sie zeigt auf 60 Seiten, wie 100% erneuerbare Energie in Detschland auch ohne einen aufwändigen und teuren Netzausbau erreicht werden kann. In einem Video wird die Studie von den Autoren vorgestellt und verteidigt.

https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/02/Saubere-Revolution-klein.jpg 1770 1956 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2021-02-26 21:38:372021-05-12 17:59:54Studien zu den Möglichkeiten, bis 2030 zu 100% Erneuerbaren Energien zu kommen

Gemeinsame Erklärung der Global 100%RE Strategy Group

11. Februar 2021/in Aktionen, Wissenschaftl. Themen /von Beate Petersen

„Eine Welt auf Basis 100% Erneuerbarer Energien ist möglich und notwendig“, so lautet die Überschrift einer 10-Punkte-Erklärung der sieben weltweit führenden Köpfe für 100% Erneuerbare Energien.

In der Presseerklärung heißt es dazu: „Die weltweit führenden Forscher zur Energiewende, die zum Teil seit fast zwei Jahrzehnten an der Realisierung einer komplexen und sicheren Energieversorgung mit 100% EE forschen, haben die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Forschung in dieser 10-Punkte-Erklärung zusammengefasst. … Als Ziel für die Beendigung unserer CO2- und anderer Klimaerwärmungs- und Luftschadstoffemissionen wird für den Stromsektor das Jahr 2030 und für andere Sektoren bald danach, idealerweise aber nicht später als 2035, vorgeschlagen.“

Die gemeinsame Erklärung können Sie hier sehen.

Das Dokument der Global 100% Renewable Energy Strategy Group wurde inzwischen von über 40 Energiesystem-Forschern unterzeichnet, darunter aus Deutschland etwa Claudia Kemfert vom DIW Berlin sowie Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Mitglied des Weltklimarats IPCC.

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Leonardo DiCaprio unterstützen ebenfalls diese Forderung.

Scientists have put together a Joint Declaration on transitioning to 100% clean, renewable energy by 2035. Based on research from multiple groups, this Declaration states that a transition will reduce costs, create jobs, & eliminate air pollution problems: https://t.co/4ILqp5aIqK

— Leonardo DiCaprio (@LeoDiCaprio) February 9, 2021

Auch Sie können jetzt etwas gegen die Klimakrise tun: Unterstützen Sie ebenfalls die Forderung der Global 100% Renewable Energy Strategy Group!

Klicken Sie dazu auf den folgenden Button und
füllen Sie das Formular (engl.) aus, welches sich anschließend öffnet.

Deklaration der 100%RE Global Strategy Group unterstützen!

Das ist aber noch nicht alles: Inzwischen gibt es auf OpenPetition auch eine Forderung nach 100% Erneuerbaren Energien für Deutschland. Wir freuen uns sehr darüber, wenn Sie auch diese mitzeichnen!

Petition „100% ERNEUERBARE ENERGIE BIS 2030“ auf openPetition unterstützen!
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/02/RE-Stategy-Group.png 380 557 Beate Petersen https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.png Beate Petersen2021-02-11 11:50:392022-02-28 20:08:11Gemeinsame Erklärung der Global 100%RE Strategy Group
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