Alles, was Einzelpersonen oder Organisdationen selbst tun können, also z. B. Balkonkraftwerk installieren, neues Quartierskonzept, Bürgergenossenschaften für Ladesäulen, usw.
Kurs halten bei Klima und Demokratie: Das fordern über 150 Stiftungen und 12.000 Wissenschaftler:innen von der künftigen Regierung. Erfahren Sie mehr über die gemeinsamen Forderungen nach Einhaltung von Klimagesetzen, sozialer Gerechtigkeit und faktenbasierter Politik.
Alarmstufe Klima: Stiftungen und Wissenschaft fordern Kurswechsel von der Politik!
Deutschland steht am Scheideweg – und zwei gewichtige Stimmen erheben sich mit einer unmissverständlichen Botschaft an die künftige Bundesregierung: Schluss mit Zögern beim Klimaschutz! Sowohl über 150 einflussreiche Stiftungen als auch ein Heer von über 12.000 Wissenschaftler:innen schlagen in separaten, aber inhaltlich verblüffend ähnlichen Appellen Alarm.
Ihre gemeinsame, dringende Forderung: Hände weg von bestehenden Klimaschutzgesetzen und dem Pariser Abkommen! Jeder Versuch, diese aufzuweichen, sei eine Gefahr für unsere Zukunft. Doch es geht um mehr als nur CO2-Ziele: Beide Gruppen betonen eindringlich, dass eine starke Demokratie das Fundament für jeden wirksamen Klima- und Umweltschutz ist. Ohne sie? Keine Chance!
Die Zeit drängt. Deutschland und die EU müssen jetzt ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen und die Klimakrise entschlossen, fair und bezahlbar angehen.
Wollen Sie wissen, was genau dahintersteckt?
Der Appell „Kurs halten!“ der Stiftungen: Welche fünf unverhandelbaren Grundpfeiler sehen über 150 Stiftungen als Fundament für Deutschlands Zukunft? Warum ist jetzt der entscheidende Moment zum Handeln und wie verbinden sie Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit?
Der Appell der Wissenschaft an die Politik: Welche wissenschaftlich fundierten Schritte fordern über 12.000 Expert:innen? Warum duldet die Klimakrise absolut keinen Aufschub mehr und wie sieht ihre Roadmap für den Ausstieg aus fossilen Energien und eine nachhaltige Wirtschaft aus?
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2025/03/Reichstag-Jetzt-handeln.png10241536Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2025-03-30 14:10:062025-03-30 14:14:13Breite Allianz für Klimaschutz: Appelle an die künftige Regierung
Der vorliegende offene Brief des Netzwerk Klimajournalismus richtet sich an Medienschaffende und Journalisten im Kontext der bevorstehenden Bundestagswahl. Die Verfasser betonen, dass die Klimakrise als zentrales Thema in der Wahlkampfberichterstattung behandelt werden muss, besonders angesichts des Rekordjahres 2024 als wärmstes Jahr seit Beginn der Klimaaufzeichnungen.
Open brown envelope with blank white card on a desk beside a green plant and a laptop, ready for correspondence or invitation.
Der Brief formuliert fünf konkrete Kernforderungen an die journalistische Arbeit:
Systematische Integration der Klimathematik in alle Berichterstattungsformate
Aktives Entgegentreten bei Falschinformationen zur Klimakrise
Vermeidung von Sensationsjournalismus
Solidarität mit angegriffenen Klimawissenschaftlern
Aufdeckung von Verzögerungstaktiken und Lobbyismus
Der vollständige Brief ist hier verfügbar und bietet detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Forderungen sowie deren Begründungen. Der RT EE unterstützt die Forderungen des Netzwerk Klimajournalismus vollumfänglich.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2025/02/Netzwerk-Klimajournalismus-Offener-Brief-4_3.jpeg585788Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2025-02-20 01:20:242025-02-20 10:53:43„Klima auf die Agenda setzen“ — Offener Brief zum Wahlkampfjournalismus
Die Zielsetzung des Runden Tisches Erneuerbare Energien (RT-EE) bleibt weiterhin klar und kompromisslos: „100% Erneuerbare Energien bis spätestens 2030!“. Diese Forderung an unsere nationalen Verfassungsorgane bleibt solange ein Fundament am RT-EE, bis die am Tisch versammelte Expertise im Lichte klimawissenschaftlicher Erkenntnisse einen ambitionierteren Leitsatz einvernehmlich beschließt.
In den letzten Jahren hat der RT-EE vermehrt auf die dringende Notwendigkeit eines tiefgreifenden Paradigmenwechsels in der Energiepolitik hingewiesen. Dieser umfasst nicht nur die technologische Transformation hin zu Erneuerbaren Energien, sondern auch die Schaffung angemessener rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen, die bisher unzureichend sind, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.
Rechtswege als Hebel für Klimagerechtigkeit: Klimaklagen und ihre Wirkung
Die Bedeutung juristischer Schritte im Klimaschutz, wie etwa Klimaklagen gegen die Bundesregierung, ist unübersehbar. Diese rechtlichen Auseinandersetzungen haben die politische Diskussion entscheidend geprägt, indem sie die Verpflichtung zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens betonten und von der Bundesregierung wirksamere Maßnahmen einforderten. Eine Schlüsselrolle spielten dabei die gemeinsame Klage des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. (SFV) mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die bereits 2018 als Vorreiter gegen die unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung vorgingen. Alle vier Klimaschutzklagen machten die Diskrepanz zwischen den nationalen Maßnahmen und den internationalen Verpflichtungen unmissverständlich deutlich und lenkten die öffentliche Aufmerksamkeit auf die mangelnde politische Entschlossenheit, den Klimawandel wirksam zu bekämpfen.
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts: Ein Meilenstein
Ein weiterer Wendepunkt war die historische Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im Jahr 2021. Das Gericht stellte fest, dass die Klimapolitik der Bundesregierung in Teilen verfassungswidrig ist, da sie die Rechte junger und zukünftiger Generationen auf eine lebenswerte Umwelt verletzt. Es forderte eine generationengerechte Verteilung des verbleibenden Treibhausgasbudgets und betonte die verfassungsrechtliche Verpflichtung, den globalen Temperaturanstieg auf ein Minimum zu begrenzen. Dieses Urteil setzte einen neuen Standard für die politische Verantwortlichkeit und verschärfte den Druck auf die Bundesregierung, ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen.
EuGH-Urteil: Klimaschutz ist Menschenrecht
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das Klimaschutz als Menschenrecht anerkennt, unterstreicht die Dringlichkeit und die rechtliche Verpflichtung, wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Dieses Urteil stärkt die Position der Bürger und Umweltorganisationen, die für eine ambitionierte Klimapolitik kämpfen, und erhöht den Druck auf die Regierungen, ihre Klimaziele zu erfüllen.
Deutschland am Limit: Das aufgebrauchte Treibhausgasbudget
Die wissenschaftlichen Analysen des Sachverständigenrats für Umweltfragen verdeutlichen, dass Deutschlands Treibhausgasbudget fast vollständig aufgebraucht ist. Dies bedeutet, dass künftige Generationen bereits jetzt durch das Handeln der Gegenwart stark belastet werden. Die Kosten des Klimawandels, einschließlich Schäden durch Extremwetterereignisse, Gesundheitskrisen und wirtschaftliche Verluste, wachsen exponentiell – und mit jeder Verzögerung steigen die finanziellen und gesellschaftlichen Belastungen weiter an.
Die zentrale Rolle des RT-EE in der Energiewende
Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen bleibt die Forderung des Runden Tisches Erneuerbare Energien nach einer 100%igen Versorgung mit Erneuerbaren Energien bis spätestens 2030 aktueller denn je. Sie ist nicht nur eine technologische und wirtschaftliche Herausforderung, sondern vor allem eine rechtliche, ethische und gesellschaftliche Notwendigkeit, um die planetaren Grenzen einzuhalten und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu sichern. Der Runde Tisch betont, dass der Erfolg dieser Mission von entschlossenen Maßnahmen abhängt: radikale Emissionsreduktionen, massiver Ausbau Erneuerbarer Energien, Dekarbonisierung des Verkehrssektors und Energieeffizienzsteigerungen in allen Bereichen. Gleichzeitig fordert er die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen, die den zügigen Übergang zu einer kohlenstofffreien Energiewirtschaft ermöglichen.
Ausblick: Handeln statt Verzögern!
Die bisherigen Fortschritte und Herausforderungen unterstreichen die enorme Verantwortung, die auf politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene liegt. Der Runde Tisch Erneuerbare Energien wird weiterhin eine Plattform für wissenschaftlich fundierten Dialog und kollektives Handeln bieten. Nur durch mutige Entscheidungen und sofortige Umsetzung können die Kosten des Nichthandelns minimiert und die Grundlagen für eine nachhaltige Zukunft geschaffen werden.
Gerhard Mesters Karikaturen begleiten Sie durch das Jahr und helfen, den reale Irrsinn um uns herum mit Humor zu ertragen.
Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) präsentiert den SFV-Karikaturenkalender 2025. Mit Karikaturen von Gerhard Mester wird der Klimakampf humorvoll beleuchtet.
Bestellen Sie den Kalender jetzt auf dieser Seite und unterstützen Sie die klimaschützende Arbeit des SFVs! Einzelbestellungen sind Spenden, ab vier Kalendern erfolgt die Abrechnung per Rechnung.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2024/11/SFV-Kalender_2025.png7761376Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2024-11-17 08:07:462024-11-17 08:10:04SFV-Karikaturenkalender 2025: Lachen gegen den Klimakampf
Die Bundesregierung plant Milliarden in eine technologisch fragwürdige Methode zur CO2-Abscheidung zu investieren, die den Ausstieg aus fossilen Energien verhindern könnte: Carbon Capture and Storage (CCS). Ein offener Brief von mehreren Umweltorganisationen fordert dagegen einen sofortigen Ausstieg und echte Klimaschutzlösungen.
Der CCS-Irrweg der Bundesregierung
Die Klimakrise schreitet voran, und ihre Hauptursache ist das andauernde Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Stattdessen sollte die Bundesregierung den dringend notwendigen Ausstieg aus diesen fossilen Energien fortsetzen. Doch stattdessen plant sie Milliarden an Steuergeldern in eine Technik zu investieren, die diesen Ausstieg verhindern oder zumindest stark verzögern würde: CCS, also die Abscheidung und unterirdische Deponierung von CO2.
Der Gesetzentwurf zur Förderung von CCS
Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes würde es Raffinerien, Kraftwerken, Müllverbrennungsanlagen sowie Produktionsanlagen für Plastik, Düngemittel oder Zement erlauben, CO2-Abscheideanlagen zu errichten und das aufgefangene CO2 über Pipelines, Züge und Schiffe zu Endlagerstätten zu transportieren – in der Nordsee sowie potenziell an Land. Ziel ist die Entwicklung großer kommerzieller CO2-Abscheideanlagen, die Errichtung von CO2-Deponien und den Bau eines flächendeckenden Pipelinenetzes durch ganz Deutschland.
Risiken und Nachteile der CCS-Technologie
CCS ist eine End-of-Pipe-Technik, die die Vorkettenemissionen aus dem fortgesetzten Einsatz von Erdgas nicht erfasst. Insbesondere das extrem klimaschädliche Methan, das im Zuge der Erdgasproduktion entsteht, wird dabei nicht berücksichtigt. Die CO2-Abscheidung ist auch nie vollständig, sodass bedeutende Mengen weiter in die Atmosphäre ausgestoßen werden. CCS kann daher keinen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Umwelt- und Gesundheitsrisiken
Die Injektion von hunderten Millionen Tonnen CO2 unter den Meeresboden birgt unvorhersehbare Risiken für Mensch und Umwelt. Im Fall von Leckagen gefährdet ein Netz von tausenden Kilometern CO2-Pipelines durch dicht besiedelte Gebiete Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren. Der flächenintensive Infrastrukturzubau bringt enorme Planungskosten mit sich – ganz zu schweigen von der damit verbundenen Naturzerstörung.
Kritik an den CCS-Projekten weltweit
Der Weltklimarat hält CCS für den teuersten Versuch, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und bezeichnet seine Wirksamkeit als unsicher. Bisherige Erfahrungen zeigen: Weltweit sind CCS-Projekte gescheitert. Der hohe Energieverbrauch, hohe verbleibende Restemissionen und der überwiegende Einsatz in der Erdöl- und Erdgasförderung sorgen dafür, dass CCS dem Klima und der Umwelt schadet.
Forderungen an die Bundesregierung
Der offene Brief (hier nachzulesen) fordert die Mitglieder des Bundestags und die Landesregierungen auf:
Keine Verabschiedung des Gesetzes zur Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes.
Schnellstmöglicher Ausstieg aus Erdgas, Kohle und Erdöl gerade auch in der Industrie.
Kein Aufweichen der Meeresschutzvereinbarungen London Protokoll und Hohe-See-Einbringungsgesetz für CCS.
Alle Kraft in Energieeinsparung und Energiesuffizienz, den naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien bis zu 100%, eine ressourcenschonende Produktion, Kreislaufwirtschaft und Priorität für natürlichen Klimaschutz.
Unterstützende Organisationen
Der Brief wird von zahlreichen Umweltorganisationen, Initiativen, Gemeinden und Unternehmen unterzeichnet. Dazu gehören u.a. der Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn, die Anti-Atom-Gruppe Freiburg, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V., Greenpeace e.V., das Umweltinstitut München, Urgewald e.V und viele weitere.
Zusammenfassung
Der CCS-Irrweg ist gefährlich für Menschen und Umwelt. Er verschlimmert die Klimakrise, belastet die Meere und gefährdet die Energiewende. Profitieren wird vor allem die fossile Industrie. Die Kosten in Milliardenhöhe muss die Gesellschaft tragen. Gemeinsam müssen wir den CCS-Irrweg der Bundesregierung stoppen und stattdessen echte Klimaschutzlösungen fördern.
Offenen Brief mitzeichnen: So geht’s!
Den offenen Brief „Gemeinsam gegen den fossilen Irrweg: CCS-Gesetz stoppen. Echte Klimaschutzlösungen jetzt.“ können Organisationen auch weiterhin mitzeichnen.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2024/11/Firefly-Globus-mit-CO2-Strahlung-und-Pipelines-scaled.jpg14632560Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2024-11-08 20:09:232024-11-21 01:04:39Stoppen wir das CCS-Gesetz: Gemeinsam gegen den fossilen Irrweg!
Aus dem Ahrtal soll auch ein Solartal werden. Wie das gehen kann, ist in diesem Projektvorschlag der SolAHRtal-Initiative beschrieben.
Wie ist der aktuelle Stand?
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/08/dernau-860210_1920.jpg12771920Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2024-05-16 09:06:162024-12-08 22:30:04Ahrtal? Solahrtal! Der Projektvorschlag der SolAHRtal-Initiative
Bisher hatte die Bundesregierung stes betont, dass CCS ausschließlich für „schwer vermeidbare“ industrielle CO2-Emissionen gedacht sei.
Doch in ihrer Mitteilung zur erfolgten „Einigung zur Kraftwerksstrategie“ hat die Bundesregierung nun die Katze aus dem Sack gelassen.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2024/03/CCS-4_3.jpeg14061920Christfried Lenzhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngChristfried Lenz2024-02-09 12:40:032024-03-04 03:23:37Die Katze ist aus dem Sack: CCS auch für Kraftwerke
Die Bundesregierung hat den Hochlauf der umstrittenen CCS-Technik beschlossen. Milliarden an Steuergeldern sollen dafür an die Gasindustrie fließen. Eine „Carbon Management-Strategie“ wird aktuell in einem exklusiven Rahmen erarbeitet und soll bis September 2023 einen Infrastrukturplan und Rechtssicherheit für die Industrie liefern, eine öffentliche Diskussion ist nicht vorgesehen. Man befürchtet wohl, dass sich das Geschehen von vor 12 Jahren wiederholen könnte, als fundierte Aufklärung durch Bürgerinitiativen zu einer gesellschaftsweiten Ablehnung und in mehreren Bundesländern zum Verbot der CCS-Technik führte.
Die Zivilgesellschaft muss die nötige öffentliche Debatte über dieses schwerwiegende Thema also wieder selbst in Gang bringen.
Nachfolgend der Inhalt unseres Positionspapiers (english version available here):
CCS bezweckt nicht Klimaschutz, sondern jahrzehntelange Fortsetzung der Kohlenstoffverbrennung und wäre der GAU für die Energiewende.
In ihrem Artikel CCU/CCS: Baustein für eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Industrie schreibt die Bundesregierung, dass CCS „vor allem bei der Industrie und Abfallwirtschaft“ eingesetzt werden soll, während in der Energieerzeugung die erneuerbaren Energien „prioritär“ seien. Beide Formulierungen lassen erkennen, dass der CCS-Einsatz bei der Energieerzeugung keineswegs ausgeschlossen wird. Schließlich hat Habeck wesentliche energiewirtschaftliche Weichen in Richtung LNG und blauen Wasserstoff gestellt, deren erhebliche CO₂-Emissionen durch CCS beschönigt werden müssen.
Warum CCS nur eine Beschönigung ist
Unterirdische CO₂-Endlager sind zwangsläufig undicht. Die ausgeförderten Gas- und Ölfelder, in die CO₂ verpresst werden soll, sind von undichten Bohrlöchern, Brüchen und Wegsamkeiten durchsetzt. Bereits heute geht man davon aus, dass an etwa drei Vierteln der ca. 15.000 alten Bohrlöcher in der Nordsee Methan (ca. 80fache Klimawirksamkeit von CO₂) austritt. Druckerhöhung durch CO₂-Einpressung würde dies verstärken und gleichzeitig Wegsamkeiten für CO₂ ausweiten.
Wenn CO₂ in „saline Aquifere“ (mit extrem salzhaltigem Wasser gefüllte Formationen) gepresst wird, verdrängt es zwangsläufig das Salzwasser. Dieses weicht nach oben aus, kontaminiert das nutzbare Grundwasser und gibt gleichzeitig dem CO₂ den Weg in die Atmosphäre frei.
Die Regierung behauptet, in den genannten Formationen könne das CO₂ „sicher über geologische Zeiträume gespeichert“ werden. In dem sogar gern als Musterbeispiel angeführten „Speicher“ Sleipner bei Norwegen sind schon nach einigen Jahren nur noch 80% des verpressten CO₂ nachweisbar. (Vgl. u.a. Prof. Wallmann, Geomar, im „Spiegel“ vom 25.09.2011).
Betreiber wollen die Ewigkeitslasten an den Staat abschieben
CO₂-Austritte sind so wahrscheinlich, dass die Gaskonzerne, die die Deponien betreiben, für deren Dichtigkeit nicht haften wollen. Sie argumentieren: dem Staat, der das CCS-Projekt genehmigt hat, falle auch die Verantwortung zu. Die durch CO₂-Endlager unter der Nordsee oder in Norddeutschland entstehenden Ewigkeitslasten durch dauerhafte Überwachung und Folgen von Leckagen, deren Beseitigung technisch völlig ungeklärt ist, sollen also der Bevölkerung aufgebürdet werden. Dies hat die Bundesregierung nicht offengelegt!
Energieintensiv, teuer, CO₂-Abscheidung immer nur partiell
Was die Bundesregierung ebenfalls nicht offenlegt: für das CCS-Verfahren von der Abscheidung über den Transport bis zur Verpressung wird etwa ein Drittel der von einem Kraftwerk erzeugten Energie benötigt. Schon jetzt kostet der Fossilstrom ein Vielfaches des erneuerbaren. Durch den Aufwand mit CCS würde sich der Preis noch verdoppeln. Zusätzlich ist zu beachten, dass das CO₂ aus Rauchgasen niemals vollständig abgeschieden werden kann: Bei den meisten CCS-Kraftwerken liegt der Anteil bisher bei 50%. Auch unterstellt, dass das CO₂ zu 100% und für alle Zeiten im Untergrund verbleiben würde, kann CCS also keine Dekarbonisierung bewirken.
Negative Emissionen durch Biomasse-CCS, Carbon Capture and Use
Negative Emissionen seien möglich, wenn aus den Abgasen von Holzkraftwerken das CO₂ abgeschieden und deponiert werde, da dieses aus der Luft ins Holz gekommen ist, so die Bundesregierung. Was sie nicht verrät: Die CO₂-Abscheidung aus der Holzverbrennung ist weitaus schwieriger als die aus den Abgasen der Kohle.
Beim weltgrößten Holzkraftwerk in England möchte man jährlich 8 Mill. Tonnen abscheiden und verpressen, konnte bisher aber lediglich eine Abspaltung von 27 Tonnen in 90 Tagen erreichen.
Bei der Müllverbrennung ist die Problematik ähnlich: Die größte Müllverbrennungsanlage Norwegens (Hafslund Oslo Celsio) plant eine jährliche Abscheidung von 400.000 Tonnen, schaffte bislang aber nur ca. 1000 Tonnen in etwa einem Jahr. Das abgespaltene CO₂ nicht zu verpressen, sondern zu nutzen, trägt ebenfalls nicht zum Klimaschutz bei, da das CO₂ nach Ende der Nutzung wieder in die Atmosphäre gelangt.
Der Atmosphäre oder den Verbrennungsgasen CO₂ zu entziehen, ist im Übrigen schon vom Ansatz her verfehlt: entfernt werden muss der Kohlenstoff, nicht aber der Sauerstoff. Die natürliche Photosynthese macht vor, wie es richtig ist.
Unlogische Flickschusterei, die Klima und Umwelt schadet
Technisch und wirtschaftlich hat die Technik trotz Milliarden Fördermitteln (allein in der EU) international versagt. Nur eine winzige Menge von 7,18 Millionen Tonnen im Jahr, vor allem aus der Erdgasaufbereitung, wird heute unterirdisch deponiert. Die Methanmengen im Ausmaß eines CO₂-Äquivalentes von 4 Mrd. Tonnen, die im Zuge der Erdgasproduktion vor der Verbrennung jährlich in die Atmosphäre gelangen, werden durch CCS sowieso nicht erfasst.
Die Lösung: komplette Beendigung der Kohlenstoffverbrennung
Die Bundesregierung muss den Irrweg CCS sofort verlassen. Die dadurch frei werdenden immensen Mittel müssen eingesetzt werden für:
Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien in allen Sektoren bis 2030
Umstellung der Industrie auf klimafreundliche Verfahren
Sanierung der Atmosphäre durch Nutzung der natürlichen Photosynthese:
Wiedervernässung von Mooren und naturnahe Aufforstung, was — neben dem Klimaschutz — auch dem Arten- und Biodiversitätsschutz dient.
Fast 70 Organisationen und Einzelpersonen unterstützen bereits unser Papier
Ebenfalls am 5. Juni 2023 wurden die Medien durch eine Pressemitteilung informiert.
Weitere Unterstützer des Positionspapiers sind herzlich willkommen!
Ein möglichst großer Kreis, der sich auch an künftigen Aktivitäten zum Thema beteiligen würde, wäre sehr wertvoll und daher wünschenswert. Teilen Sie uns Ihr Interesse einfach formlos per E‑Mail an presse@energiewende-2030.de mit. Hierfür bedanken wir uns im Voraus! Selbstverständlich verwenden wir Ihre E‑Mail-Adresse ausschließlich, um Sie über unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Thema CCS auf dem Laufenden zu halten. Eine anderweitige Verwendung Ihrer E‑Mail-Adresse erfolgt nicht.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2023/05/Foto-1-8.11-scaled.jpg17082560Christfried Lenzhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngChristfried Lenz2023-05-05 00:21:222023-06-06 17:25:49CCS: Stoppt den industriellen Hochlauf!
„Zukunft trifft Politik” — Klimabewegung trifft Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
Am 7. März traf sich die Klimagruppe „Zukunft trifft Politik” mit Stefan Wenzel, Parlamentarischer Staatssekretär (PStS) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Im Rahmen der zweiten Veranstaltung mit Stefan Wenzel wurde über zahlreiche spannenden Themen gesprochen. So ging es beispielweise auch um die Entfaltung von Bürgerenergie bei Windenergie-Projekten sowie die enorme strukturelle Unausgewogenheit zugunsten der fossilen Gaslobby.
Die aktuellen Pläne der Bundesregierung zum Ausbautempo bei der Windenergie sind völlig unzureichend. Der „Runde Tisch Erneuerbare Energien“ (RT EE) hat deshalb ein Positionspapier erarbeitet, das an den Bundeskanzler, das BMU und das BMWK gesendet wurde. Das Papier wird von 95 NGOs und 33 privatwirtschaftlichen Unternehmen mitgetragen.
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2023/02/Windenergie-scaled.jpeg17072560Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2023-02-27 12:30:062023-03-15 04:54:07Notfallgesetz zur Entfesselung der Windenergie
Am 11. November wurde einer von neun Unternehmer-Awards „The Golden Planet“ an den Runden Tisch Erneuerbare Energien verliehen. Gewürdigt hat die Jury dessen Kind „SolAHRtal-Initiative“.
V.l., nur erkennbare Personen: Robin Jassoy (Parents for Future), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.), Rainer Doemen (RT EE), Beatrice Bednarz (Scientists for Future), Dr. Bert Droste-Franke (IQIB, Forschungsprojekt EnAHRgie), Stefan Gsänger (Initiator WorldRenewDay), Janine O’Keefe (Fridays for Future)
Zum ersten Mal verlieh die Erfolgskooperation The Radio Group, Radio Frankfurt, die Voice-Aid Association und die D.I.P.E.S.H. den Unternehmer-Award: „The Golden Planet“ für gelebte Nachhaltigkeit. Die Verleihung fand am 11. November 2022 in den Skyline Studios von Radio Frankfurt im City-Gate Tower in Frankfurt am Main statt.
Der Award wurde an neun ausgewählte Unternehmen und Personen verliehen, die in der Vergangenheit ein unglaubliches Engagement für unseren Planeten und dessen Erhalt zeigten. Die Auswahlkriterien für den Award sind die Einzigartigkeit, der gesellschaftliche Mehrwert, verbunden mit dem Einfluss für die Allgemeinheit.
Auch der Runde Tisch Erneuerbare Energien (RT EE) zählt zu den Preisträgern, und zwar für sein Kind „SolAHRtal-Initiative“. Gemeinsam beschlossen Mitglieder des RT EE und der SolAHRtal-Initiative, dass Rainer Doemen den Preis entgegennehmen sollte. Damit würdigten die Gruppen sein unermüdliches innovatives, projekt- und zielorientiertes Vorgehen.
Neben Rainer Doemen nahmen zahlreiche weitere Mitarbeitende vom Runden Tisch Erneuerbare Energien an der Veranstaltung teil.
Rainer Doemen erkannte nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal die einmalige Chance, den Wiederaufbau des zerstörten Gebietes nur mit Erneuerbaren Energien zu gestalten. Er initiierte innovativ und kreativ mit weiteren (Mit)Initiatoren des RT EE die projektähnliche Arbeitsweise der „SolAHRtal-Initiative“. Schnell fanden über 40 Expert*innen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Sie erarbeiteten in speziell zugeschnittenen Projektarbeitsgruppen ehrenamtlich das kommunalpolitisch geforderte PROJEKT „Nachhaltiger Wiederaufbau und Nutzung regenerativer Energien imKreis Ahrweiler“.
Weitere Impressionen der Preisverleihung
Querschnitt „Runder Tisch Erneuerbare Energien“, erweitert um Akteure der „SolAHRtal-Initiative“ V.l.: Jürgen Eiselt (Europäische Energiewende Community e.V.), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (Vorsitzender des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V.), Stefan Gsänger (Initiator WorldRenewDay), Dr. Bert Droste-Franke (IQIB, Forschungsprojekt EnAHRgie), Robin Jassoy (Parents for Future), Beatrice Bednarz (Scientists for Future), Petra Wildenhain (Aufsichtsratsvorsitzende der Prokon eG (Projektgruppe Windkraft))Janine O’Keefe (Fridays for Future), Gerhard Herget (Aufsichtsratsmitglied Bündnis Bürgerenergie e.V.), Rainer Doemen (RT EE)Querschnitt „Runder Tisch Erneuerbare Energien“ V.l.: Janine O’Keefe (Fridays for Future), Rainer Doemen (RT EE), Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt (RT EE), Jürgen Eiselt (1. Vorsitzender Europäische Energiewende Community e.V.), Jürgen Voskuhl (Europäische Energiewende Community e.V.), Astrid Arens (D.I.P.E.S.H. / Voice Aid Association), Gerhard Herget (Aufsichtsratsmitglied Bündnis Bürgerenergie e.V.), Stefan Gsänger (Parents for Future)Alle Preisträger (bzw. Stellvertreter) Hintere Reihe v.l.: Caroline Munte (Die Kooperative), Christoph Graul (Die Kooperative), Andreas Herrmann, Neil Azzam, Rainer Doemen (RT EE), Eddy Karim Vordere Reihe v.l.: Stephan Schwenk (The Radio Group), Astrid Arens, Bernd Roller (Radio Holiday), Janine O’Keeffe (Fridays for Future)
https://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2022/11/Golden-Planet-913x685-1.jpg685913Jürgen Voskuhlhttps://energiewende-2030.de/wp-content/uploads/2021/12/RT-EE_LinksGross_Hires-300x96.pngJürgen Voskuhl2022-11-27 15:18:012022-11-28 13:20:06„Golden Planet“ an den RT EE verliehen
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