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Ahrtal? Solahrtal!

Aus dem Ahr­tal soll ein Solar­tal wer­den. War­um das sinn­voll ist, was dazu pas­sie­ren muss und wel­che Chan­cen sich dadurch bie­ten, erfah­ren Sie in die­sem Beitrag.

Pres­se­mit­tei­lung des Solar­ver­eins Gol­de­ne Mei­le e. V.,
ver­ant­wort­lich: Klaus Karps­tein, Mit­ar­beit Bea­tri­ce Bed­narz, S4F


Spä­tes­tens jetzt ist der Zeit­punkt gekom­men, an dem der Wie­der­auf­bau im Ahr­tal in grund­le­gend neu­er Wei­se erfol­gen soll­te. Spä­tes­tens jetzt muss die schon längst nöti­ge Umstel­lung der Ener­gie­ver­sor­gung aus sola­ren Quel­len kom­men. Fos­si­le Quel­len stö­ren das atmo­sphä­ri­sche Gefü­ge der­art, dass zuneh­mend lebens­be­droh­li­che Wet­ter­ge­scheh­nis­se ein­tre­ten werden.

Destabilisierung der Lufthülle mindern

Wir schla­gen vor, dass das Ahr­tal zum Solar­tal wird, damit wir einen Bei­trag dazu leis­ten, die Desta­bi­li­sie­rung der Luft­hül­le zu min­dern: Nied­ri­ge­re Tem­pe­ra­tu­ren bewir­ken gerin­ge­re Was­ser­auf­nah­me der Luft über den Mee­ren und damit aus­ge­gli­che­ne­re Nie­der­schlä­ge. So sagt uns das die Phy­sik. Daher muss der Wie­der­auf­bau nach der Flut­ka­ta­stro­phe dar­auf abzie­len, die fos­si­len Tech­no­lo­gien zu 100% durch rege­ne­ra­ti­ve zu ersetzen.

Nichtregierungsorganisationen fordern 100 % erneuerbaren Energien

Vertreter*innen von mehr als 25 am „Run­den Tisch — Erneu­er­ba­re Ener­gien“ regel­mä­ßig tagen­den Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen for­dern einen schnellst­mög­li­chen Auf­bau mit 100 % erneu­er­ba­ren Ener­gien. Die Flut­ka­ta­stro­phe im Juli hat erneut gezeigt: Wir sind mit­ten in der Kli­ma­kri­se, und es wäre mas­siv fahr­läs­sig, sie nicht ernst zu neh­men. Allein in Rhein­land-Pfalz und Nord­rhein-West­fa­len gab es über 180 Tote und Schä­den in Mil­li­ar­den­hö­he. Jetzt muss ein durch­dach­ter, nach­hal­ti­ger und zukunfts­ori­en­tier­ter Wie­der­auf­bau fol­gen, der den leid­ge­plag­ten Bürger*innen eine lebens­wer­te Zukunft gewährleistet.

Das Ahrtal kann zur Modellregion werden 

Bund und Län­der haben dafür am 10. August einen Wie­der­auf­bau­fond von 30 Mil­li­ar­den Euro beschlos­sen. Wich­tig ist, dass nicht nur der Hoch­was­ser­schutz berück­sich­tigt wird, son­dern dass die Gebäu­de und die Infra­struk­tur auf 100 % erneu­er­ba­re Ener­gien umge­rüs­tet wer­den. So kön­nen der Nord­rand der Eifel und das Ahr­tal zur Modell­re­gi­on für den Kli­ma­schutz wer­den und dazu bei­tra­gen, wei­te­ren Kli­ma­ka­ta­stro­phen best­mög­lich vorzubeugen.

Bild­nach­weis: Titel­bild von KurtRo­senow auf Pixabay