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PV2027-Studie: EEG 2027 bremst den Ausbau privater Photovoltaikanlagen aus

Eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts aquu im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) zeigt: Die geplanten Regelungen im EEG 2027 werden den Ausbau privater Photovoltaikanlagen deutlich ausbremsen.
Insbesondere die vorgesehene Nulleinspeisung führt dazu, dass bis zu 69 % des erzeugten Solarstroms ungenutzt verloren gehen. Gleichzeitig verlängern sich die Amortisationszeiten von PV-Anlagen erheblich, während die Stromgestehungskosten deutlich steigen.

Die Infografik mit dem Titel „Einspeiseverbot im EEG 2027 verursacht enorme Ertragsverluste" zeigt auf dunkelblauem Hintergrund mit orangefarbenen und roten Akzenten den Ertragsverlust einer Solaranlage mit Batteriespeicher durch ein geplantes Einspeiseverbot ab 2027. Eine Legende oben links erklärt die Farbcodierung: Rot steht für Abregelung, grau für Netzeinspeisung und orange für Eigenverbrauch. Im Zentrum der Grafik stehen zwei Säulen im Vergleich. Die linke Säule mit der Beschriftung „Bisher: Uneingeschränkte Netzeinspeisung möglich" zeigt einen hohen Balken, der sich aus einem großen grauen Bereich für die Netzeinspeisung mit einem Strommasten-Symbol und einem kleineren orangen Bereich für den Eigenverbrauch mit einem Haus-Symbol zusammensetzt. Ein weißer, nach unten zeigender Pfeil in der Mitte trägt die Aufschrift „-69 % Verlust" in roter Schrift und verbindet die beiden Säulen. Die rechte Säule mit der Beschriftung „Ab 2027: Nulleinspeisung (Verbot der Einspeisung)" ist deutlich niedriger. Ihr oberer, nun roter Bereich für die Abregelung enthält ein Mülltonnen-Symbol, das den verlorenen Ertrag symbolisiert, während der untere orange Bereich für den Eigenverbrauch mit dem Haus-Symbol gleich groß bleibt wie zuvor. Ein weißer Trennstrich markiert in beiden Säulen die Grenze zwischen den Bereichen. Unten links befindet sich ein orangefarbenes Kreissymbol mit Batterie und Solarpanel sowie der Beschriftung „Solaranlage mit Batteriespeicher". Darunter zeigen zwei Symbolreihen den Unterschied: Links veranschaulichen ein Solarpanel, drei Pfeile und ein Strommast die bisherige uneingeschränkte Einspeisung, rechts zeigen ein Solarpanel, ein rotes Verbotsschild über den Pfeilen und ein Strommast das kommende Einspeiseverbot. Die Fußzeile nennt als Quelle die PV2027-Studie für ein Eigenheim mit 10-kW-PV-Anlage und 10-kWh-Speicher und erläutert in einer Fußnote, dass Nulleinspeisung als Alternative zur Direktvermarktung und befristeten Marktwertdurchleitung zu verstehen ist. Das Copyright liegt bei aquu.de. Die Kernaussage der Grafik ist, dass durch das im EEG 2027 vorgesehene Verbot der Netzeinspeisung bei einer typischen Eigenheim-Solaranlage mit Speicher 69 Prozent des bisherigen Ertrags verloren gehen, da nur noch der Eigenverbrauch genutzt werden kann und der Rest abgeregelt wird.
Durch das im EEG 2027 (Kurzbezeichnung für die grundlegende Novelle des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (amtlich: Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien), die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll) vorgesehene Verbot der Netzeinspeisung bei einer typischen Eigenheim-Solaranlage mit Speicher können 69 Prozent des bisherigen Ertrags verloren gehen, da nur noch der Eigenverbrauch genutzt werden kann und der Rest abgeregelt wird (Quelle: www.aquu.de).

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass weder die geplante Direktvermarktung noch die Nulleinspeisung für kleine Anlagen bis 25 kW derzeit wirtschaftlich sinnvoll sind.

Nulleinspeisung: 69 Prozent des Stromertrags einer typischen 10-kW-Anlage mit 10-kWh-Speicher gingen ungenutzt verloren. Die Amortisationszeit verlängerte sich um 10 Jahre auf über 25 Jahre. Die Stromgestehungskosten verdreifachten sich auf 31 Cent pro Kilowattstunde.

Direktvermarktung: Den jährlichen Erlösen von rund 250 Euro stehen Kosten für Direktvermarkter, digitalen Zähler und Steuerungseinrichtung von rund 260 Euro gegenüber – ein Verlustgeschäft. Die Amortisationszeit steigt von 15,6 auf 24 Jahre.

Kai Buchholz (aquu): „Fehlende intelligente Messsysteme, nicht standardisierte Prozesse und geringe Erlöspotenziale machen die Direktvermarktung für kleine Anlagen unattraktiv.“ Dr. Johannes Weniger (aquu) ergänzt: „Die Nulleinspeisung verteuert Solarstrom von 10 auf über 30 Cent je Kilowattstunde – ein fataler Fehlanreiz.“

SFV-Geschäftsführerin Susanne Jung warnt: „Das ist ein energiepolitisches Desaster. Der solare Ausbau im kleinen Anlagensegment könnte zum Erliegen kommen.“

Die fünf Forderungen von SFV und aquu:

  1. Feste Einspeisevergütung beibehalten
  2. Marktprämie auch für kleine Anlagen öffnen
  3. Direktvermarktung nicht erzwingen
  4. Nulleinspeisung vermeiden
  5. Flexiblen Einsatz von Batteriespeichern fördern

Solarcamp macht Schule: Ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Nachahmer verdient

Was passiert, wenn man engagierte Schüler, tatkräftige Handwerksbetriebe und eine visionäre Idee zusammenbringt? Im Kreis Ahrweiler entstand daraus ein echtes Leuchtturmprojekt: In nur einer Woche bauten Jugendliche einen Solarcarport und erhielten so nicht nur Einblicke in klimafreundliche Technologien, sondern auch in ihre eigene berufliche Zukunft. Ein Erfolgsmodell, das zeigt, wie die Energiewende praktisch und begeisternd in den Schulalltag integriert werden kann.

Premiere in Ahrweiler: Von der Theorie zur Praxis in nur einer Woche

Die Energiewende braucht Hände, die anpacken, und Köpfe, die für nachhaltige Technologien brennen. Genau hier setzt die Initiative „Solarcamp macht Schule“ an, die kürzlich als deutschlandweite Premiere am Gymnasium und der Realschule Calvarienberg eine erfolgreiche Projektwoche durchführte. Weit mehr als nur theoretischer Unterricht stand auf dem Programm: Über 20 Schülerinnen und Schüler planten, schraubten und installierten unter fachkundiger Anleitung und bauten mit eigenen Händen einen voll funktionsfähigen Solarcarport für E-Bikes.

Eine praktische Antwort auf den Fachkräftemangel

Das Projekt ist eine direkte Antwort auf eine der größten Herausforderungen der Energiewende: den Fachkräftemangel. Die Initiative „Solarcamp macht Schule“ geht dieses Problem an der Wurzel an. Statt auf klassische Camps zu warten, kommt das Solarcamp direkt in die Schulen. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Berufe in der Energiewende zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass das Handwerk spannend, sinnstiftend und zukunftsrelevant ist. Die Erfahrung gibt den Initiatoren recht und zeigt, dass solche praxisnahen Einblicke wirken.

Starke Partner für ein starkes Projekt

Was dieses Projekt im Kreis Ahrweiler zu einem echten Vorzeigeprojekt macht, ist die nahtlose Verbindung von Theorie und Praxis sowie die beispielhafte Zusammenarbeit. Engagierte Lehrkräfte, die Schulleitungen, die Kreisverwaltung Ahrweiler, der Runde Tisch Erneuerbare Energien, die Initiative Solarcamp 4 Future und regionale Partner wie die beiden Handwerksbetriebe Hanisch Holzbau-Bedachung GmbH & Co. KG und EnergieGewinn GmbH sowie die Sparkassenstiftung „Zukunft Kreis Ahrweiler“ zogen an einem Strang.
Die Schülerinnen und Schüler erlebten nicht nur, wie eine PV-Anlage entsteht, sondern auch, wie durch Kooperation und gemeinsames Engagement Großes bewirkt werden kann.

Ein Modell, das Schule machen sollte

Das Konzept ist bewusst modular aufgebaut und kann flexibel eingesetzt werden – von kurzen Workshops bis zu einwöchigen Projekten wie diesem. Die Premiere in Ahrweiler hat eindrucksvoll bewiesen, dass dieses Modell funktioniert. Es verbindet Klimaschutzbildung mit handfester Berufsorientierung und gibt jungen Menschen eine greifbare Perspektive in Zukunftsbranchen. „Solarcamp macht Schule“ ist somit mehr als nur ein gelungenes Einzelprojekt. Es ist eine Blaupause, die bundesweit Schule machen sollte, um die nächste Generation für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu gewinnen und die Energiewende mit der nötigen Tatkraft zu beschleunigen.

Aus Ahrtal wird Solartal – Petition

Ganz gleich, welche Schreibweise man vorfindet: Das Ahrtal und die Sonne bilden eine Einheit. So ist aus dem Ahrtal eine Weinregion geworden. Betroffene der Flutkatastrophe werben nun dafür, dass die Sonne im Ahrtal auch zum Hauptenergiespender wird.

Eine Gruppe der Scientists for Future hat ein Konzept vorgeschlagen, wie bis 2030 das Ahrtal mit 100% Erneuerbaren Energien ausgestattet werden kann. Der Bundestag hat für den Wieder-Aufbau der Flutregionen 30 Milliarden Euro bewilligt. Das Konzept für einen Neu-Aufbau im Ahrtal bräuchte 10 Millionen Euro. Das geht nur, wenn das Konzept als PROJEKT eingestuft wird. Dafür ist diese Petition gedacht.
Sie können sich vor Ihrer Unterschrift gerne noch ausführlicher auf unserer Webseite informieren, sowohl hier als auch hier.

update: Klima & Energie
update: Klima & Energie

Podcast “Update: Klima & Energie”: Vom SolAHRtal ins Solarzeitalter

In ihrem regelmäßigen Podcast sprechen Luca Samlidis und Stefan Gsänger in dieser Folge mit ihren Gästen Prof. Eberhard Waffenschmidt und Rainer Doemen über das Konzept, das Ahrtal mit Hilfe von Erneuerbaren Energien so wieder aufzubauen, dass eine Modellregion für ganz Deutschland entsteht: vom Ahrtal zum SolAHRtal.

Präsentation „aus Ahrtal wird SolAHRtal“ am 7.2.2022 in Bonn

Darüberhinaus bekommen Sie einen Überblick in der Präsentation von Rainer Doemen und Sandra Prüfer zur SocialBar in Bonn.

Video zum Aufruf an die maßgebenden Politikerinnen

Eine Gruppen von am (leider noch nicht) Projekt Beteiligten hat auf Youtube einen Aufruf veröffentlicht.